alemannia logo frei Teaser Freisteller

Mehr Einsätze lassen Gebühren leicht sinken

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
Eine steigende Zahl von Einsä
Eine steigende Zahl von Einsätzen der Rettungstransportwagen verzeichnet die Stolberger Feuerwehr; die Gebühren dafür leicht können gesenkt werden. Foto: J. Lange

Stolberg. Immer öfter rückt der Rettungstransportwagen (RTW) aus. Um rund 20 Prozent stieg die Zahl der Einsätze allein während der vergangenen fünf Jahre von 3269 Fahrten in 2006 auf 3845 im vergangenen Jahr.

Etwas überproportional um knapp 30 Prozent steigerte sich dabei die Anzahl der Fehleinsätze von 396 auf 473. Wobei unter solchen Fehleinsätzen nicht nur Fälle bösartiger Alarmierungen verstanden wird, sondern Fahrten, in denen der RTW letztlich nicht benutzt wird.

Der ist beispielsweise immer mit dabei, wenn die Feuerwehr zu einem Brand gerufen wird; aus Gründen der Eigensicherung für die Einsatzkräfte. Aber auch die Bürger greifen häufiger auf die medizinische Erstversorgung zurück. Oft aus gut gemeinter Vorsorge, wenn sie jemanden leidend am Straßenrand sitzen sehen, wird das praktische Mobilfunktelefon gezückt und Hilfe geordert. Außerdem dürfen Patienten, die bereits am Notfallort verstorben sind, nicht transportiert werden.

Solche Fehleinsätze können nur bedingt abgerechnet werden. Laut aktueller Rechtsprechung trägt die Stadt die eine Hälfte der Kosten, die zweite kann eingerechnet werden in die Kalkulation der Rettungsdienstgebühren, die in diesem Jahr leicht sinken.

Die Verwaltung kalkuliert in Abstimmung mit den Krankenkassen aufgrund der steigenden Entwicklung mit 3900 Fahrten, von denen 400 als Fehleinsätze entsprechend berücksichtigt werden. Bei erwarteten Kosten von rund 940.000 Euro und 3500 Einsätzen beträgt die Basisgebühr 268,27 Euro; hinzu kommen anteilige Kosten der Leitstelle der Städtregion in Höhe von 25 Euro. Dabei berücksichtigt wurde dabei mit 57 Prozent der Unterdeckung aus 2008 47.000 Euro sowie der komplette Überschuss aus 2009 in Höhe von 93.600 Euro.

Während der Stadtrat die neue Gebührenordnung einstimmig verabschiedete, wird morgen der Vergabeausschuss über die Beschaffung neuer Fahrzeuge für die Feuerwehr befinden. Ausgemustert werden soll ein Passat, der seit 1992 als Kommandofahrezug im Einsatz ist. Er soll ersetzt werden durch einen Audi. Der soll - unter dem Eindruck der winterlichen Einsätze - ebenso geländegängig sein wie ein zusätzlich erforderlicher Mannschaftstransportwagen.

Als Gebrauchsfahrzeug angeschafft werden soll außerdem ein Wechsellader, der von einem ansässigen Unternehmen inklusive zweier Absetzmulden übernommen werden kann. Ein Neufahrzeug würde nahezu das Dreifache kosten. Die entsprechende Umrüstung auf ihre Bedürfnisse würde die Feuerwehr in Eigenregie übernehmen. Die Anschaffung des Sonderfahrzeuges erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Hilfeleistungen durch die Wehr. Insbesondere beim Hochwasserschutz soll es hilfreiche Dienste leisten. Darüber hinaus bestehen unter dem Aspekt der Multifunktionalität weitreichende Einsatzmöglichkeiten, die kostengünstig durch zusätzliche Absatzcontainer erweitert werden können.

Gebühr für RTW-Einsatz sinkt um etwa 23 Euro

Die Gebühr für RTW-Einsätze bis maximal 60 km je Einsatz beträgt nun inklusive Leistellenumlage 293,27 Euro. Bis dato waren 316,77 Euro fällig. Unverändert bei 1,15 Euro liegt die Gebühr für jeden weiteren gefahrenen RTW-Kilometer. Die Entscheidung im Rat wurde einstimmig getroffen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert