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Mausbachs Geschichte: 7500 digitalisierte Fotos

Von: Israa Hamadache
Letzte Aktualisierung:
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Willi Beißel, Josef Ingermann, Bernd Kreuzt, Mädy Piqueray, Stefan Kreutz, Lotte Bauendahl und Reiner Sauer (v.l.) feiern zehnjähriges Bestehen des Mausbacher Arbeitskreises Geschichte. Foto: I. Hamadache

Stolberg-Mausbach. Der Arbeitskreis „Geschichte Mausbach“ hat sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Besonders gewürdigt wurde dabei die Arbeit des langjährigen Archivbetreuers Willi Beißel. Für all jene, die an der Geschichte und den Familien Mausbachs interessiert sind, sind die Sammlungen von unschätzbarem Wert; deshalb soll die Arbeit auch noch weitere Jahre fortgeführt werden.

Das Archiv wurde 2004 von der Witwe Willi Hamachers, Regina Hamacher, an den Arbeitskreis übertragen. Hamacher hatte schon 1978 mit den weiteren Mitgliedern des damaligen Arbeitskreises „Pfarr- und Ortschronik Mausbach“ Werke wie die „Mausbacher Eigenarten“ erstellt.

Seit 2004 wird das Archiv nun von Willi Beißel mit viel persönlichem Einsatz betreut. Er systematisierte und digitalisierte die rund 7500 Fotos zur Geschichte des Dorfes, der Vereine und der Bewohner Mausbachs, so dass sich heute regelmäßig viele Archivbesucher an den Fotos erfreuen und ihrer Geschichte nachgehen.

Unterstützt wurde Beißel jahrelang von Mädi Piqueray und Lotte Bauendahl. Mittlerweile steht den Besuchern auch der Ahnenforscher Reiner Sauer mit seinen Familienaufzeichnungen „Cras­cini­aci“ im Mausbacher Dorfarchiv zur Verfügung. Seine Aufzeichnungen beinhalten familienkundliche Informationen über mehr als 50000 Personen aus den Stadtteilen Mausbach, Gressenich, Sche­venhütte, Werth und Vicht. Die seit Generationen dort lebenden Bewohner können somit ihre Familienstammbäume bis ins Detail rekonstruieren.

Spannender als jeder Krimi

Außergewöhnliche Ereignisse – wie etwa der Einmarsch der Amerikaner in Mausbach während der Kriegszeit – können in den Sammlungen des Arbeitskreises entdeckt werden. Weiterhin konnten in den bis 2005 veranstalteten „Erzählcafés“ Mausbacher miteinander ins Gespräch kommen: „An einem Tag war jemand da, der aus Spanien nach Mausbach immigriert ist. Was er auf dieser Reise erlebt hat, ist spannender als jeder Krimi“, sagt Joseph Ingemann. Solche individuellen Erlebnisse seien es, die den Wert des Arbeitskreises ausmachten.

Um die Einblicke in die gesammelten Werke einfacher zu machen, beabsichtigen die neuen Mitglieder des Arbeitskreises, Bernd und Stefan Kreutz, als nächsten Schritt das Archiv über das Internet zugänglich zu machen. Dadurch könnten noch mehr Interessierte als bisher von diesem wertvollen Bestand profitieren.

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