Stolberg - Massenweise Müll im Vichtbach

Massenweise Müll im Vichtbach

Von: oha
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Diesen schweren Einkaufswagen haben Umweltsünder von der Fußgängerbrücke hinter dem alten Gerichtsgebäude aus in die Vicht befördert. Foto: O. Hansen

Stolberg. Die Arbeiterkolonnen, die derzeit Bett und Ufer des Vichtbachs säubern, sind noch nicht fertig, da könnten sie eigentlich schon wieder von vorne anfangen. Manch einer betrachtet die Vicht offenbar als seinen persönlichen Mülleimer.

In Höhe der Grüntalstraße ist die Verschmutzung derzeit besonders stark. Hier schwimmt, wie ein Leser verärgert beobachtete, unter anderem ein Einkaufswagen im Wasser. Im Auftrag von Wasserverband Eifel Rur (WVER) und Stadt Stolberg hatten die Arbeiter im Bereich der Jülicher Straße damit begonnen, die Vicht und ihre Ufer von Unkraut und Müll zu befreien. Dies sei als jährliche eine Grundreinigung gedacht, teilte WVER-Sprecher Marcus Seiler am Dienstag noch einmal mit. Dass der Bach damit nicht für Monate sauber bleibe, wisse man aus leidvoller Erfahrung, so Seiler. Bei besonders starker Verschmutzung müsse auch zwischendurch schon einmal ein Trupp ausrücken. Bei der Vicht bleibe ja ständig die Hochwassergefahr ein Thema. Man dürfe es nicht zu größeren Aufstauungen im Bach kommen lassen.

Für das momentane Projekt sei eine Woche veranschlagt, sagt Seiler. Ob die Helfer diese Woche am Stück oder auf mehrere Wochen verteilt abarbeiteten, sei ihnen selbst überlassen. Im Bereich der Fußgängerbrücke am ehemaligen Amtsgericht müssen sie neben dem Einkaufswagen einen Autoreifen, Regenschirme, den Fuß einer Warnbake, blaue Müllsäcke, einen Eisengullydeckel, Plastikflaschen, Kanister und Eimer aus dem Wasser fischen. Der Müll hat bereits dafür gesorgt, dass sich die Vicht hier an manchen Stellen aufstaut.

Den Einkaufswagen vom benachbarten Aldi kann eigentlich keine einzelne Person über das Brückengeländer ins Wasser befördert haben. Dazu ist er zu schwer. „Die Leute sind oft zu faul, den Einkaufswagen von ihrem Pkw zurück zum Laden zu bringen, nur um dort einen Plastikchip in Empfang zu nehmen. Also landet er im Bach“, weiß Seiler. Eine ähnliche Erfahrung hat Georg Paulus vom Technischen Betriebsamt der Stadt gemacht. „Wir haben ständig Einkaufswagen bei uns auf dem Hof stehen, die jemand in den Bach befördert hat. Aber die Unternehmen, denen die Wägelchen gehören, holen sie nicht mal bei uns ab.“ Paulus beorderte seine Leute am Dienstag raus, diesen Bachabschnitt noch einmal „außerplanmäßig“ zu säubern. Eigentlich bildet der Vichtbach in diesem Bereich eine idyllische Landschaft, doch mit all dem Müll im Wasser eher nicht. Hier haben die Helfer noch jede Menge zu tun.

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