„Massenermittlung” wird Grundlage für die Reinigung

Von: Michael Grobusch
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Stolberg. Angesichts der seit Monaten bestehenden Meinungsverschiedenheiten ist alleine schon diese Meldung als positiv zu werten: „Konstruktiv”, so berichteten am Donnerstag beide Seiten übereinstimmend, seien am Vormittag die Gespräche zwischen Vertretern der Stadtverwaltung und einer Delegation der Schulleiter zum Thema „Reinigung” verlaufen.

Die Feststellung wurde vor allem im Rathaus mit Erleichterung getroffen, hatte doch im Vorfeld der Unterredung die Befürchtung vorgeherrscht, dass die Schulen mit aller Kraft vor allem um eine Ausweitung der Säuberungszeiten kämpfen würden. Dem ist offensichtlich nicht so.

Gleichwohl aber pochen die Leiter weiter darauf, dass unterm Strich ein besseres Ergebnis bei den Säuberungen erzielt werden muss. Die Grundlage hierfür soll nun eine so genannte „Massenermittlung” liefern, die verlässliche Angaben über die zu reinigenden Flächen und deren Größe in allen Stolberger Einrichtungen macht. Diese wiederum werden dann als Bezugsgröße für eine Neuausschreibung der Verträge herangezogen, wie sie nun offenbar zum 1. Januar 2012 für alle städtischen Gebäude angestrebt wird. Der eigentlich Ende des Jahres auslaufende Kontrakt mit der aktuellen Reinigungsfirma, der ein jährliches Finanzvolumen von rund 1,2 Millionen Euro hat, soll lediglich einmalig um 12 Monate verlängert werden.

Planungssicherheit schaffen

„Schule verändert sich. Dem müssen wir auch bei der Reinigung Rechnung tragen”, sagte Fachbereichsleiter Willi Seyffarth am Donnerstag auf Anfrage, wobei unumstößlich sei, dass diese Veränderung nicht in einem größeren finanziellen Rahmen stattfinden kann.

Weil aber die Gebäude und auch die pädagogischen Konzepte in vielen Fällen nicht mehr mit denen von vor zehn Jahren zu vergleichen sind, soll durch die Bestandsaufnahme, die wegen mangelhafter personeller Ressourcen im Rathaus extern vergeben werden soll, Planungssicherheit geschaffen werden. Das allerdings wird nur einhergehen können in Abstimmung mit dem Schulentwicklungsplan, den der Fachausschuss noch vor den Sommerferien auf den Weg bringen wird - ebenfalls über einen externen Anbieter.

In der Zwischenzeit wollen Verwaltung und Schulleitungen nicht die Hände in den Schoß legen, sondern in der Grundschule Höhenstraße beispielhaft vereinbarte Vertragsinhalte mit der derzeitig zuständigen Reinigungsfirma und tatsächlich geleistete Arbeiten vergleichen. Dabei geht es auch darum, eine Methodik für die Erfassung und Kontrolle der Arbeiten zu entwickeln, die auf die übrigen Schulen anwendbar ist.
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