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Marc Breuer alias „Brüh” präsentiert sein Soloprogramm

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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„In Brachelen sind die Mofas besser frisiert als die Hausfrauen”: Marc Breuer sorgt im „The Savoy” für Lachsalven. Foto: D. Müller

Stolberg. Bekleidet mit einem gestreiften, hellblauen Polohemd und karierter Stoffhose betrat der bekennende „Testkäufer für Freizeitmode” Marc Breuer am Sonntagabend die Bühne der Gaststätte „The Savoy”, um sein Kabarettprogramm „Omma, Prinz Charles und ich” zu präsentieren.

Breuer, der Comedy-Fans als „Brüh” des „Rurtal Trios” bekannt ist, fühlte sich sichtlich wohl in Stolberg, „dem sympathischen Verkehrsknotenpunkt zwischen Eschweiler und Kalterherberg”, und begrüßte die Zuschauer in dem ausverkauften „großen Ballsaal”.

Breuer arbeitet in seinem Soloprogramm ohne Kostüme, Maske oder Requisiten. Er nennt sein Metier „Comedy und Storytelling”, und tatsächlich offenbart sich seine Komik in den Geschichten, die er hinreißend amüsant vorträgt. Sein Konzept ging auch am Alter Markt auf, als er zum Beispiel von seiner Jugend in Hückelhoven-Brachelen erzählte, „wo die Mofas besser frisiert waren als die Hausfrauen”.

Dort traf sich Breuer täglich mit anderen Jugendlichen in einer kirchlichen Einrichtung, einer Parkbank am Friedhof, und vertraute seine Frisur ausschließlich der „Haarschneide-Legende” Alois Thelen an. Spätere Experimente mit einem Kölner Coiffeur dagegen endeten versehentlich in einer Trendfrisur, um die ihn „jeder Bergheimer Karussellbremser beneidet hätte”.

Sparsamkeitswahn

Dreh- und Angelpunkt des Kabarett-Abends mit Breuer aber war die Familie, und zwar größtenteils seine eigene. Der Sparsamkeitswahn seiner Eltern, Familien-Fernsehabende mit der Hitparade im ZDF und Rosamunde-Pilcher-Filmen oder der Versuch seiner Freundin Eva, mittels Badezimmerheizung in Kombination mit gekipptem Fenster Köln-West zu beheizen, strapazierten die Lachmuskeln des begeisterten Publikums. Vom alltäglichen familiären Wahnsinn ausgehend, in dem sich jeder ein Stück weit wiederfinden kann, erzählte Breuer auch von urkomischen Erlebnissen außerhalb der Familie.

Da er aus einer sehr musischen Sippe komme, schließlich besitze seine „Omma” etliche Roger-Whitaker-LPs, nahm er an einem Schauspielkurs für Amateure teil. Für seine Schilderung des dort Erlebten erntete Breuer Lachsalven aus dem Publikum, ebenso wie für die Geschichte, in der er sich als Umzugshelfer betätigte und eine echte „Baum-Umarmerin” kennenlernte. Immerhin spendierte das umziehende Lehrer-Ehepaar am Ende allen Helfern leckeren makrobiotischen Marmorkuchen, natürlich ohne Zucker.
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