Märchenhaft und verspielt: Adventskonzert in der St.-Markus-Kirche

Von: jk
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Drei Ensembles gaben in der Kirche St. Markus in Mausbach ein Adventskonzert. Das Saxotett classique, drei Opernsängerinnen „Die Schwestern“ und das Breiniger Blockflötentrio. Foto: J. Klieser

Stolberg-Mausbach. Drei hochkarätige Musikensembles haben am Samstag in der Kirche St. Markus ein Adventskonzert mit festlicher und meditativer Musik gestaltet: Das Saxotett classique, die Vokalistinnen „Die Schwestern“ und das Breiniger Blockflötentrio.

Es ist eine famose Idee, mit Saxofonen klassische Musik zu spielen, ganz besonders in der Weihnachtszeit. Die Instrumente klingen festlich und imposant, ihr goldenes Glitzern gibt auch optisch etwas her. So bereitete das Saxotett classique den Besuchern in der fast voll besetzten Kirche eine würdige Einstimmung mit einer Invention von Johann Sebastian Bach.

Vier Saxofone füllen den Klangraum Kirche eindrucksvoll, vom fast grummelnden Baritonsaxofon (Bernd Vogt) über das Tenor- und Altsaxofon (Andreas Ritzefeld, Andrea Winterscheid) bis hin zum Sopransaxofon, das in hohen Lagen fast wie eine Flöte klingt. Jeweils abwechselnd mit den anderen Ensembles gab das Quartett Werke von Bach und Jean Baptiste Singelée zum Besten.

Während die Bach-Instrumentierung mit Saxofonen ungewöhnlich ist, gilt der französische Komponist des 19. Jahrhunderts als dem Saxofon besonders zugetan. Jedenfalls war er mit Adolphe Sax, der 1840 das Saxofon erfunden hat, befreundet und schrieb das vom Saxotett dargebrachte Erste Quartett (Premier Quatour) für diese Besetzung.

Die Stimmen dreier Profisängerinnen, „Die Schwestern“, trugen mit hoher Präsenz das Thema Weihnachten in die Kirche. Zunächst unsichtbar für das Publikum, schwebten die Klänge von Felix Mendelssohn und Georg Friedrich Händel mit Orgelbegleitung von der Empore herunter. Fröhlich-jubilierend beim Händel, erzählerisch-märchenhaft beim „Maria Wiegenlied“ von Max Reger oder fein und zart beim „Ave Maria“ von Franz Schubert, festlich mit dem „Ave Verum“ von Francis Poulenc gaben die Sängerinnen einen Querschnitt durch ihr Weihnachts-Repertoire.

„Die Schwestern“ Anne Lafeber, Alt, Corinna Heller und Monika Kettenis, beide Sopran, sind Mitglieder des Opernchores am Stadttheater Aachen und treten seit fünf Jahren als Trio auf. Sie empfinden es als „etwas Besonderes, zu dritt a cappella und kammermusikalische Stücke zu singen“, wie Monika Kettenis erläuterte.

Gegenüber der akustischen Kraft von Blechbläsern und Stimmen hörten sich die Flötenklänge des Breiniger Blockflötentrios fein ziseliert an und brachten das Verspielte, Liebliche und Kindliche der Adventszeit ins Kirchengewölbe. Mit klassischen alten Weihnachtsliedern wie „Maria durch ein Dornwald ging“, „Es kommt ein Schiff gefahren“, „Heiland, reiß die Himmel auf“ oder einem Trio Allegretto von James Hook erzählten die drei Flötisten Petra Conrads, Elisabeth Ervens und Franz Körfer auf heitere Art Märchen und Balladen.

Körfer, dem die Gesamtleitung des Konzerts oblag, ist als Kantor, Organist und Chorleiter in der GdG Süd bekannt. Er gründete vor drei Jahren das Trio aus einer lange bestehenden Flötengruppe.

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