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Linke rechnen sich gute Chancen auf Plätze im Stolberger Rat aus

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Rechnen sich gute Chancen aus, für die Linken in den Stolberger Stadtrat einzuziehen: Carmen Werry (Platz7), Helmut Gottfried (3), Enser Alici (5), Bürgermeisterkandidat Mathias Prußeit (1), Udo Beißel (8), Anita Jilk (2) und Karl-Heinz Hugo (6 / von links); auf dem Bild fehlt Ludwig Müller (4). Foto: J. Lange

Stolberg. „Die Stolberger Linke schreibt die Erfolgsgeschichte in der Städteregion”, lobt Kreissprecher Darius Dunker, der den Wahlparteitag im Wintergarten des Hotels Stadthalle leitet. Der im Juni gegründete Ortsverband kann alle Bezirke der Kommunalwahl mit Kandidaten besetzen und stellt mit Uwe F. Löhr den Spitzenkandidaten als Städteregionsrat und für den Städteregionstag.

Dort und im Stolberger Stadtrat wird die Partei künftig Politik machen, sind die rund 30 Mitglieder an dem Abend überzeugt. Ihr Selbstbewusstsein als politische Alternative dokumentieren sie mit ihrer deutlichen Entscheidung, mit Mathias Prußeit einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt dem Votum der Wähler zu stellen.

„Wir sind eine eigenständige Partei, wir präsentieren uns als eine Alternative und wollen vieles anders machen als Andere”, sagt Prußeit.

„Dazu gehört ein eigenes Gesicht”. Das hatte er vor fünf Jahren noch den Genossen der SPD zur Verfügung gestellt, für die er den Wahlbezirk 1 in Atsch mit 43 Prozent der Stimmen gewonnen hatte. Aber Prußeit ist an diesem Abend nicht der einzige, der enttäuscht seine bisherige Partei verlassen hat und nun für die Linken ins Rennen geht.

Parteisprecher Toni Grendel, Sibille und Ludwig Müller und auch Helmut Gottfried gehörten einst der Partei Willy Brandts an. Uwe F. Löhr war Christdemokrat; und Reinhard Grüttgen saß fünf Jahre für die UWG im Stadtrat.

Unter den Kandidaten ist auch eine Reihe motivierter Bürger, die bislang keine kommunalpolitische Erfahrung gesammelt haben. Verläuft die Besetzung der Wahlkreise sowie der beiden ersten Plätze der Reserveliste mit Spitzenkandidat Mathias Prußeit und Vorstandssprecherin Anita Jilk noch reibungslos, ist das Interesse an den folgenden Listenplätzen um so größer.

Ludwig Müller und Helmut Gottfried kämpfen um den als aussichtsreich geltenden Rang 3. Der unterlegene Müller setzt sich auf Platz4 in zwei Abstimmungsrunden gegen Carmen Werry und Enser Alici durch. Alici gewinnt gegen Werry den 5.Platz.

Karl-Heinz Hugo erreicht Platz6 gegen Rüdiger Burmeister und Werry, die letztlich auf Platz7 Erfolg hat, weil Udo Beitzel verzichtet und mit Rang8 vorlieb nimmt.

Dabei setzen die Stolberger, wenn auch gesetzeskonform, die Leitlinien ihrer eigenen Partei außer Kraft; die besagen, dass ab Listenplatz drei stets eine Frau einen ungeraden Rang einnehmen soll.

Letztlich sind vier Stunden verstrichen, bis die Linke ihre Personalien für die Wahl geklärt hat.

Das war aber nicht der Grund dafür, dass die Verabschiedung eines eigenen kommunalpolitischen Programms auf den März verschoben wurde: Vorstandssprecher Toni Grendel, dessen Handschrift das der Leitfaden wesentlich trägt, ist erkrankt.
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