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Liebevolle Details zieren 96 Krippen

Von: dö
Letzte Aktualisierung:
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Faszinierende Welt: Wilhelm Prümmer (Mitte) erklärt Alfons Moch und Heinz Pauli (v.l.) eine Krippe, bei der die Figuren auf einem sich drehenden Ring platziert sind. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Als Aufenthaltsort nutzt die heilige Familie ein zweistöckiges Tiroler Bauernhaus, dass mit seinen 90 Zentimetern Höhe alle anderen ausgestellten Krippen bei weitem überragt. Schöpfer dieser dominanten Weihnachtsdarstellung ist der Kupferstädter Peter Krott, der einer von 20 Ausstellern ist, die derzeit im alten Rathaus ihre viel Liebe und Herzblut gebastelten Krippen der Öffentlichkeit präsentieren.

Ergänzt wir die Ausstellung der „Krippenfreunde Stolberg“ durch weihnachtliche Strick- und Häkelarbeiten, die Elisabeth Büttgen und Anne-Marie Schiffeler hergestellt haben. Des weiteren gibt es im hinteren Bereich der Krippenschau eine Caféteria, an der sich die Besucher mit selbst gebackenem Kuchen versorgen können. Entstanden sind die Stolberger Krippenfreunde, deren Mitglieder nicht nur aus der Kupferstadt, sondern auch aus Düren, Inden, Jülich, Simmerath, Roetgen, Eschweiler und Alsdorf stammen, schon im Jahre 2003.

Fanden die ersten Ausstellungen noch in Jülich und Eschweiler statt, konzentriert man sich seit 2009 ausschließlich auf Stolberg, wo man im alten Rathaus nach eigenen Aussagen einen geradezu idealen Standort gefunden hat. Geleitet wird die lockere Vereinigung, deren Ziel darin besteht die Stolberger Krippenschau zu organisieren und zu bestücken, von Wilhelm Prümmer, der selbst mit Krippendarstellungen und weihnachtlichen Laternen und Schwibbögen aus Sperrholz vertreten ist.

Neben der beschriebenen Tiroler Darstellung, gibt es im alten Rathaus Landschaftskrippen zu sehen, die beispielsweise im Orient und in der Eifel angesiedelt sind. Präsentiert werden die 96 Krippen – selbst gefertigt sind zumeist die Ställe, Häuser, Grotten und Landschaften, die Figuren sind überwiegend das Produkt fremder Hersteller – auf Tischen, deren Gesamtlänge immerhin 50 Meter beträgt.

Ein Blickfang sind auch die Krippen, für deren Herstellung man ausgehöhlte Baumwurzeln genutzt hat. Außerdem sind kleine Miniaturkrippen zu sehen, die der aus Merzenich stammende Krippenbauer Werner Barth in einer Vitrine platziert hat. Das in den 1950er und 1960er Jahren für die Herstellung von Hauskrippen so beliebte Grottenpapier nutzt der Kupferstädter Dirk Nießen, um daraus Felshöhlen herstellen zu können, in deren Öffnung das Heilsgeschehen platziert ist.

Eröffnet wurde die abwechslungsreiche Schau, die montags bis freitags von 14 bis 19 Uhr und samstags und sonntags von 12 bis 20 Uhr im alten Rathaus zu sehen ist, jetzt von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler. Die Größe und die Vielfalt der Ausstellung veranlasste den Verwaltungschef zu der Bemerkung: „Damit Sie im kommenden Jahr nicht an Ihre Grenzen stoßen, biete ich Ihnen das Obergeschoss des alten Rathauses als zusätzliche Präsentationsfläche an“.

Ein Angebot, dass bei Ausstellungsleiter Wilhelm Prümmer auf Interesse stieß. Auch freute sich Prümmer darüber, dass zum jetzigen Zeitpunkt bereits drei Kindergärten mit insgesamt neun Gruppen sich für eine Führung durch die abwechslungsreiche Krippenwelt angemeldet haben. Weitere kostenlose Führungen können unter der Mailadresse Wilhelm.Pruemmer@t-online.de, 760170 oder 0157/ 88381410 angemeldet werden.

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