Stolberg - Lieber zwei Linien ins Zentrum als drei nur bis Büsbach

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Lieber zwei Linien ins Zentrum als drei nur bis Büsbach

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Angebot soll ausgeweitet werden: Seit der Premiere mit Aseag-Hauptabteilungsleiter Hermann Paetz, Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Aseag-Sprecherin Anne Linden wird die Schnellbuslinie 125 gut angenommen.

Stolberg. Im Grunde genommen wäre der Verkehrsausschuss begeistert von dem Vorschlag der Aseag, hätte es da nicht zwei Probleme gegeben. Natürlich das mit dem fehlenden Geld und einmal wieder das mit dem Zeitablauf. Denn letztlich mussten die Poltiker wieder mit dem leben, was längst beschlossene Sache ist.

Nägel mit Köpfen gemacht hat der Beirat des Aachener Verkehrsverbundes bereits im Januar mit der Einführung der Nachtbuslinie N8, die vom Fahrplanwechsel im Juni Aachen mit der Stolberger Innenstadt verbindet, sowie einer Ausweitung des Angebotes der Schnellbuslinie 125. Allerdings hätte das Ratsgremium bereits im Vorfeld gerne ein paar Anregungen zu der Verbesserung mit auf den Weg gegeben.

Denn unter der Stolberger Prämisse, dass eine Ausweitung des Angebotes nicht mehr kosten darf, hatte die Aseag nicht nur Kürzungsvorschläge auf einzelnen nicht ausgelasteten Fahrten im Stadtgebiet unterbreitet, sondern auch die Route der drei zusätzlichen Busse bereits in Büsbach gekappt, während das normale Ziel der Mühlener Bahnhof wäre. Büsbach ist ein Ort mit großem Fahrgastaufkommen und vom Mühlener Bahnhof fahren die Linie 1 und die Euregiobahn ebenfalls zügig ins Aachener Zentrum, argumentierte die Aseag mit Blick auf das nichtvorhandene Geld in Stolberg.

Denn die zusätzlichen beiden Fahrten von Aachen nach Büsbach (15.42 und 16.42 Uhr) sowie die von Büsbach nach Aachen (5.41 Uhr) belasten das Aseag-Konto der Stadt mit zusätzlichen 2500 Wagenkilometern. Weitere 2500 wären hinzugekommen, wenn die Fahrten bis zum Mühlener Bahnhof verlängert worden wären.

Genau das ist aber das Ziel der Stolberger Politiker - „aus Prinzip”, wie Rolf Engels (SPD) und Adolf Konrads (CDU) unisono verkündeten. Denn der Mühlener Bahnhof ist der zentrale Verknüpfungspunkt in Stolberg - für Bus und Bahn ebenso wie für die Anschlüsse der Busse untereinander. „Wie soll denn von Büsbach aus eine Verbindung für die Nutzer der Lnie 125 nach Vicht funktionieren?” betrachtete es Konrads von der pragmatischen Seite.

Und Engels präsentierte gleich einen Lösungsvorschlag, dem der Ausschuss einstimmig folgte: „Dann streichen sie lieber eine Fahrt und verknüpfen die beiden übrigen mit dem Mühlener Bahnhof - welche, ist uns egal”. Notfalls müsse auch auf weitere Schwachlastfahrten verzichtet werden, um im Kostenrahmen zu bleiben.

Fahrplan schon im Druck

Nicht ganz so egal ist das Klaus-Dietfried Büttner-Zedlitz, der bei der Aseag die Verkehrsplanung koordiniert. „Wir können zwar noch zum oder nach dem Fahrplanwechsel versuchen, die Linien bis zum Mühlener Bahnhof durchzubinden, aber eine Fahrt wegfallen lassen können wir nicht mehr.” Denn der Fahrplan sei im Druck; und was dort ausgewiesen werde, müsse auch mindestens gefahren werden.

Wie auch immer eine spätere Lösung aussehen mag, sicher erscheint nur, dass zum Fahrplanwechsel in gut drei Wochen am 13.Juni drei zusätzliche Schnellbusfahrten zumindest ab bzw. bis Büsbach angeboten werden, und einige kaum nachgefragte Angebote nicht mehr angeboten werden bzw. auf geänderten Routen verkehren, um die insgesamt 4000 zusätzlichen Wagenkilometer zu kompensieren.

Sicher ist aber auch, dass ab 13.Juni die Kupferstadt erstmals eine Nachtbuslinie (1500 km) mit der Kaiserstadt verknüpfen wird: Die N8 fährt in den Nächten vor Sams-, Sonn- und Feiertagen um 1.45 und 2.45 Uhr von der Aachener Innenstadt aus über Eilendorf und Münsterbusch in die Innenstadt und über Atsch und Eilendorf wieder zurück nach Aachen.

Die Veränderungen bei den bestehenden Linien

4000 Wagenkilometer pro Jahr werden kompensiert durch folgende Einsparungen:

Linie 25: Die Fahrten nach Atsch-Dreieck) montags bis freitags um 4.44 Uhr (ab Adenauerallee), täglich um 22.04 Uhr (ab Vaals) sowie samstags um 15.23 (ab Vaals) enden bereits am Mühlener Bahnhof; es gibt unmittelbar, nach 6 bzw. nach 13 Minuten ein Anschluss an die Linien 1 bzw. 22.

Linie 40: Die Fahrten montags bis freitags um 16.18 sowie um 18.18 Uhr ab Mühlener Bahnhof zum Krankenhaus (an 16.54 bzw. 18.54) werden von der Liester kommend direkt über die Aachener Straße geführt (statt über Büsbacher Berg / Finkensiefstraße / Altstadt).

Linie 72: Die Fahrten montags bis freitags um 6.26 Uhr startet nicht mehr ab Rosenweg, sondern ab Donnerberg Kirche zum Mühlener Bahnhof (an 6.46) sowie die Fahrt von dort um 19.05 Uhr endet um 19.25 Uhr an Donnerberg Kirche statt am Rosenweg.

Linie 8: Die Fahrten montags bis freitags um 6.00 Uhr ab Eschweiler Bushof führt nicht mehr durch bis Solchbachtal (an 6.55), sondern endet bereits am Mühlener Bahnhof; dort besteht Anschluss an die Linie1 nach Vicht mit weiterem Anschluss an Linie1 nach Zweifall.

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