„Leuchter & Band”: Gefühlvolle Texte und eine Musik, die im Ohr bleibt

Von: Heike Eisenmenger
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Begeisterten ihre Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute: „Leuchter”, die am Samstag im Zinkhütter Hof auftraten. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Musik, die unter die Haut geht: Das beschreibt das Konzert am Samstagabend im Museum Zinkhütter Hof wohl am besten. Es waren die gefühlvollen Texte mit Sinn und Verstand in Kombination mit einer Musik, die im Ohr bleibt, die diesen Abend mit „Leuchter & Band” zu einem Erlebnis machten.

Kopf der Formation ist Christoph Leuchter, ein Berufsmusiker aus Würselen, der in Markus Butz (Schlagzeug/Gesang), Franz-Josef Ritzerfeld (Gitarre/Gesang) sowie Manes Zielinski (Bass/Gesang) und Harald Claßen (Saxophon/ Akkordeon/Klarinette/Gesang) wunderbare Bandkollegen gefunden hat, die wie er einen hohen Qualitätsanspruch haben. Herausgekommen ist bei diesem harmonischen Zusammenspiel das Album „Ich werde dich finden, wo du bist” mit 13 selbst komponierten Liedern, das an diesem Abend vorgestellt wurde.

Leuchter verzeichnete „volles Haus”, wobei auffallend war, wie breit die Altersstruktur im Publikum war. Die Musik der Band, die mal balladenhaft, dann wieder jazzig ist und schließlich sogar bis hin zum Chanson geht, begeistert Jugendliche ebenso wie junge Erwachsene, Mittfünziger und Senioren.

„Christoph Leuchter und seine Band haben eine besondere Art, die Generationen unter einen Hut zu bringen. Das liegt nicht nur an der Musik, sondern auch an den Textinhalten”, formulierte es Ute Waldau-Pauls (48 Jahre) aus Stolberg. Dass die Lieder in deutscher Sprache gesungen werden, findet Gerda Kleinschmidt toll.

Den Inhalt zu verstehen, gebe dem Ganzen doch eine ganz andere Qualität, sagte die 71-Jährige. Das sah Helmut Schnitzler (75) aus Büsbach ebenso: „Bei vielen anderen Künstlern weiß man doch gar nicht, was die da eigentlich singen.”

Doch auch Hits in deutscher Sprache sind manchmal beinahe sinnfrei. Oder ihre Texte sind zu gefühlsbeladen. Leuchter jedoch hat den Bogen raus: Das, was der Musiker geschaffen hat, ist gesungene Poesie. Da ist nichts zu viel und nichts zu wenig. Es sind Textzeilen wie diese aus dem Lied „Wo bist Du”, die das Innerste berühren.

„Die Pole verkehren sich, und der Kompass zeigt, was er will, die Wüste wird kommen, und die Luft steht nicht mehr still. Du fragst Dich schon länger, wer dich in eisigen Zeiten noch wärmt, wer, wenn du Staub bist, noch von deiner Schönheit schwärmt.”

Leuchters Lieder haben alle einen direkten Bezug zu seinem Leben, was dem Konzert einen intimen Charakter verlieh. „Leuchter hat Charme, aber man merkt auch, dass sich die Bandmitglieder verstehen. Darum glaubt man ihnen auch, was sie singen”, fasste es Ursula Kreutz-Kullmann (47) aus Eschweiler zusammen.
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