Leoni prüft weitere Restrukturierungsmaßnahmen

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Leoni prüft weitere Restrukturierungsmaßnahmen

Von: ddp
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<b>Nürnberg/Stolberg. </B>Der Nürnberger Autozulieferer Leoni, weltweit tätiger Entwickler und Hersteller von Kabeln und Verkabelungssystemen, der mit der Leoni Kerpen GmbH auch eine Niederlassung in Stolberg hat, will sein Sparprogramm noch einmal verschärfen.

Leoni ist im ersten Quartal dieses Jahres in die Verlustzone gerutscht. Der Umsatz sank von 770,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 492,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Das Nettoergebnis fiel stärker als von Analysten erwartet von plus 20 Millionen auf minus 49,7 Millionen Euro.

Das Management des Unternehmens, das rund 70 Prozent seiner Einnahmen mit Aufträgen aus der kränkelnden Autoindustrie erwirtschaftet, hatte bereits Mitte April erklärt, der März habe sich ähnlich schwach entwickelt wie die ersten beiden Monate des Jahres 2009.

Man befinde sich in einer Konsolidierungsphase, in der vor allem die Absicherung der Marktposition und die Verbesserung der Kostenstruktur im Vordergrund stehe. Leoni hatte bereits im Herbst 2008 ein umfassendes Sparprogramm eingeleitet, in dessen Zuge die weltweite Belegschaft deutlich reduziert wurde. Beschäftigte der MDAX-Konzern Ende September noch rund 53.500 Menschen, sank die Mitarbeiterzahl per Ende 2008 auf noch knapp 51.000.

Angesichts eines deutlichen Gewinneinbruchs wurde das Sparprogramm zu Jahresbeginn nochmals deutlich ausgeweitet. Bis zum Ende des Auftaktquartals sank die Zahl der Arbeitnehmer infolgedessen bis auf gut 45.000. Zudem will Leoni die Kosten durch niedrigere Investitionen senken, und auch bei den Sachkosten soll gespart werden.

Analysten bewerteten die Zahlen als schwach. Henning Cosman von der WestLB verwies zudem darauf, dass mit einer Ausweitung des Restrukturierungsprogramms wohl auch höhere Kosten verbunden wären. Im frühen Handel verlor die Leoni-Aktie 2,5 Prozent auf 11,50 Euro.
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