Leitung des Stolberger Krankenhauses weiter offen

Von: oha
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Stolberg. Wer die Geschäftsführung des Stolberger Krankenhauses ab 1. Juli übernimmt, ist immer noch unklar. Der Aufsichtsrat der Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg gGmbH werde das Thema bei seiner Sitzung am 30. Juni erneut beraten, teilte Vorsitzender Hans Mülders auf Anfrage mit.

Erst vor knapp einem Jahr hatte die Caritas Trägergesellschaft West (CTW) mit Sitz in Düren die kaufmännische Geschäftsführung des Hauses übernommen. Zunächst befristet. Die Stolberger Klinik mit ihren rund 900 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 42 Millionen Euro war zu diesem Zeitpunkt tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter der Leitung der beiden CTW-Geschäftsführer Gabor Szük und Bernd Koch konnte das Defizit bis Anfang 2014 bereits halbiert werden.

Das Krankenhaus befindet sich deutlich im Aufwind. Die meisten Betten sind belegt. Ab Juli soll die neue Leitung der Orthopädie auch in diesem Bereich für mehr Patienten sorgen. Die CTW führt neben der Stolberger Einrichtung noch fünf weitere Krankenhäuser in der Region, in Düren, Linnich, Jülich und Prüm sowie zwei Seniorenzentren in Düren und Baesweiler. Sowohl die CTW-Führung als auch die Spitze der Stiftung Katholische Kirchengemeinde St. Lucia, die Gesellschafterin des Bethlehem-Gesundheitszentrums ist, waren zunächst davon ausgegangen, dass die Zusammenarbeit auch nach der „Probezeit“ fortgesetzt wird. Überraschend teilte der Aufsichtsrat der Klinik im Februar mit, dass zur Jahresmitte die Kooperation mit der CTW beenden werde. Dem Vernehmen nach scheiterte es am Aufsichtsrat der CTW. Wer nun deren Rolle in der Geschäftsführung des Hauses übernehmen wird, ist weiter unklar. Eine Fusion mit dem benachbarten Krankenhaus in Eschweiler hatten beide Parteien vor einiger Zeit bereits ausgeschlossen.

Als Übergabetermin an eine neue Geschäftsführung war eigentlich der 30. Juni vorgesehen. Doch an diesem Tag wird nun zunächst der Aufsichtsrat von St. Lucia tagen. Die CTW-Führung hatte im Februar bereits angekündigt, das Stolberger Haus notfalls über den 30. Juni hinaus zu leiten. Gabor Szük: „Bis jetzt steht immer noch der 30. Juni als Übergabetermin. Ich nehme an, dass bis dahin ein Nachfolger bereit steht. Notfalls werden wir unser Engagement in Stolberg natürlich verlängern.“ Der Jurist verweist auf Erfolge seiner Arbeit: „Die Belegung der Klinik ist durchaus zufriedenstellend. Das Haus ist in Ordnung.“

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