Stolberg - LEG und Stadt: Investitionskonzept für Seniorenzentrum in Planung

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LEG und Stadt: Investitionskonzept für Seniorenzentrum in Planung

Von: gro
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Um die Zukunft des Seniorenzen
Um die Zukunft des Seniorenzentrums wollen sich die Stadt Stolberg und die LEG jetzt gemeinsam bemühen. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die Zukunft steht schon seit Jahren in den Sternen, zuletzt musste die Stadt im Februar mit einem 50.000-Euro-Zuschuss die drohende Insolvenz verhindern. Gute Nachrichten hat es in der Vergangenheit selten gegeben, wenn es um das Seniorenzentrum am Amselweg ging.

Jetzt aber deutet sich ein Silberstreif am Horizont an: Nach monatelangen Verhandlungen haben die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) als Eigentümerin der Immobilie und die Stadt Stolberg als 100-prozentige Gesellschafterin der Betriebsführungsgesellschaft am gestrigen Freitag angekündigt, ein gemeinsames Investitionskonzept für die in die Jahre gekommene Einrichtung erstellen zu wollen.

Konkretes gab es von offizieller Seite noch nicht, doch kann das gemeinsame Auftreten als solches schon einmal als Erfolg gewertet werden, hatten beide Seiten doch in der Vergangenheit immer wieder öffentlich ihre Unstimmigkeiten dokumentiert. Dabei war es vor allem um den Wert des Gebäudes für den Fall eines möglichen Verkaufs und um die Ausmaße des Sanierungsstaus gegangen.

Jetzt also soll im Einklang weiterverfahren werden - mit Hilfe von Geschäftsführer Sascha Saßen, der die Leitung der Betriebsführungsgesellschaft nach dem kurzfristig vollzogenen Abschied seines Vorgängers Harold van Donzel zum 1. Januar 2011 übernommen hat. „Prinzipiell ist Ferdi Gatzweiler der erste Ansprechpartner”, verwies Saßen am Freitag gegenüber unserer Zeitung auf den derzeit in Urlaub weilenden Bürgermeister. Gleichwohl bestätigte er aber, dass die Koordination des weiteren Vorgehens in seiner Hand liegen wird.

Gesetzliche Änderung greift 2018

„Es ist ganz wichtig, dass das Projekt von fachlicher Seite begleitet wird”, will Saßen die weiteren Gespräche nicht nur auf finanzielle und bautechnische Aspekte reduziert wissen. Dabei hat die LEG bereits zustimmend zur Kenntnis genommen, dass alleine schon wegen der gesetzlichen Änderung, die einen 80-prozentigen Anteil von Einzelzimmern in Pflegeeinrichtungen in NRW ab dem Jahr 2018 vorschreibt, ein Handlungsbedarf besteht.

„Neben diesem wichtigen zukunftsfähigen Umbau sollen zudem die Pflegebereiche so umgestaltet werden, dass das Seniorenzentrum mehr ergänzende Angebote für pflegebedürftige Senioren zum Beispiel im Rahmen einer Tagespflege machen kann”, erklärte LEG-Sprecherin Carolin Gauglitz.

„Der zunehmende Bedarf an Tagespflegeplätzen existiert. Diese können über die Pflegekassen finanziert werden. Darauf wollen wir uns einstellen”, kündigt Sascha Saßen an. Ob aus dieser Erkenntnis der immer wieder geforderte Bau einer neuen Pflegestation oder aber Änderungen im Bestand resultieren werden, bleibt abzuwarten. Zunächst soll in einem ersten Schritt der jetzt vereinbarten Kooperation ein gemeinsames Nutzungskonzept für Stolbergs größten Alteneinrichtung erstellt werden.

„Im nächsten Schritt wird dann ein Architekt beauftragt, der die genauen Baumaßnahmen erörtern kann.” Erst danach dürfte es zum endgültigen Schwur kommen, wenn es um die Höhe der Kosten und deren Übernahmen gehen wird.
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