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Lebensgefahr bei Schevenhütte

Von: -jül-
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Der Stein des Anstoßes: Geröll von diesem Hang sorgten bereits für einen Unfall. Die Landesstraße 12 zwischen Schevenhütte und Wenau bleibt für Sicherungsmaßnahmen drei weitere Monate gesperrt. Foto: O. Hansen
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Der Stein des Anstoßes: Geröll von diesem Hang sorgten bereits für einen Unfall. Die Landesstraße 12 zwischen Schevenhütte und Wenau bleibt für Sicherungsmaßnahmen drei weitere Monate gesperrt. Foto: O. Hansen

Stolberg. Im Stolberger Hauptausschuss fragten sich Politiker und Verwaltung einerseits, warum die Vollsperrung der Landesstraße 12 zwischen Schevenhütte und Langerwehe so lange andauere, und ob die Vollsperrung andererseits nicht auch für Fußgänger gelte. Denn an den Wochenende gebe es einen regelrechten Tourismus auf der Strecke: hin zu den Felsen, die vor einem Monat auf die Straße kullerten.

Am 30. Januar wurden auf der Langerweher Straße drei Fahrzeuge in Höhe Krichelsmühle durch Geröll beschädigt. Auf dem Hang hatte sich ein Baum gelöst und war das Steilstück gegen einen bereits bestehenden Schutzwall hinab gerutscht. Obwohl der Baum von dem Wall abgefangen wurde, rutschte weiteres Erdreich, darunter Gesteinsbrocken in einer Größe von 50 bis 70 Zentimeter, auf die Fahrbahn.

Seitdem hat der Landesbetrieb Straßenbau die L 12 zwischen Ortsausgang Schevenhütte und dem Abzweig der K 49 bei Wenau komplett für den Verkehr gesperrt. Eine relativ kurze Umleitungsstrecke über Hamich und Gressenich ist ausgeschildert.

„Aufgrund des weiterhin rutschgefährdeten Steilhangs bleibt die Sperrung weiter bestehen“, erklärte Landesbetrieb-Projektleiter Arnd Meyer. „Nach den bisherigen Untersuchungen eines Bodengutachters sind weitere Hangbereiche rutschgefährdet“. Der bereits abgestürzte Hangbereich wurde mittlerweile gesichert.

Für die weiteren Sicherungsarbeiten wird der gesamte Bereich ab kommender Woche zunächst vollständig abgeholzt. „Eine Freigabe der Strecke ist zum jetzigen Zeitpunkt aus Sicherheitsgründen nicht möglich“, betont Meyer. Die Arbeiten werden dort noch etwa drei Monate andauern, um die Böschungen wieder verkehrssicher herzurichten.

Der Landesbetrieb warnt ausdrücklich davor, die abgesperrten Bereiche verbotswidrig zu betreten oder zu befahren, da jederzeit weitere Fels- und Geröllmassen abstürzen können: „Für Personen im Gefahrenbereich besteht Lebensgefahr“. Der Landesbetrieb sei bemüht die Gefahrenstelle schnellstmöglich zu sichern und bittet um Verständnis für die derzeitige Streckensperrung.

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