Lange Radtour für einen guten Zweck

Von: Robert Flader
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Zuversicht auf zwei Rädern: Roland Wicking (Mitte) kurz vor dem Start seiner Radtour nach Berlin. Auf dieser sollen noch viele Euro für zwei Stolberger Kinderprojekte gesammelt werden. Foto: R. Flader

Stolberg. Ganz ideal waren sie nicht, die äußeren Bedingungen. Es nieselte leicht, von Norden kündigte sich zu allem Überfluss noch ein Wolkenbruch an. Kein Wetter für eine ausgedehnte Fahrrad-Tour. Aber was soll´s, schließlich hat sich Roland Wicking nicht (nur) zum Spaß auf den langen Weg nach Berlin gemacht - mit seinem Rennrad.

Wicking will die 680 Kilometer lange Strecke in vier Tagen zurücklegen. Für jeden gefahrenen Kilometer sammelt der 47-Jährige Geld, „ich bin jetzt bei etwa zwei Euro pro Kilometer”, sagte er kurz vor der Abfahrt.

Die Einnahmen, die auf der Fahrt noch weiter gesammelt werden, kommen den beiden Stolberger Projekten „Mieki” (Mittagessen in Kindergärten) und „Breakfast4kids” (Pausenbrote in Grundschulen) zu Gute. Hilfsbedürftige Kinder werden auf diese Weise unterstützt.

Gemeinsam mit einem vier Fahrer starken „Geleitschutz” des Rad-Clubs RC Dorff, bei dem Wicking Mitglied ist, startete er am Morgen vom Schellerweg. „Wenn alles klappt, schaffe ich heute 140 Kilometer”, war er zuversichtlich.

Erster Etappenstopp sollte Raesfeld in der Nähe von Münster sein. Zwischenstopps gebe es ohnehin nur für nächtliche Ruhepausen. „Für mehr bleibt keine Zeit”, lachte Wicking. Die Dorffer Rad-Freunde haben ihn bis Jülich begleitet.

Seitdem ist Wicking auf sich allein gestellt. Am Sonntag wird er, so der Plan, gegen 17 Uhr am Kurfürstendamm eintreffen und dort von Verwandten in Empfang genommen. Die Spendendose, die am Rennrad befestigt ist, soll bis dahin noch ein paar Kilogramm schwerer werden.

Zurück geht´s mit dem Auto - und hoffentlich vielen Euro.
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