Lang geplante Projekte vor der Fertigstellung

Von: Jürgen Lange
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Stolberg. Wieder einmal ist Lutz Lienenkämper in der Region - ein Zeichen dafür, dass ein neues Projekt beginnt, mit dem ein altes Problem gelöst wird.

Nachdem der Landesverkehrsminister am Montag den Startschuss zum Ringschluss der Euregiobahn gab, folgt heute der Spatenstich zum zweiten Bauabschnitt der L238 zwischen Eschweiler und Stolberg, der zunächst die Ortslage Pumpe umgeht.

Ein großes Brückenbauwerk und rund 15 Monate Bauzeit liegen vor dem Landesbetrieb Straßenbau, der im nächsten Jahr die Planfeststellung für den dritten Abschnitt bis nach Stolberg einleitet.

Dort soll dann die L238 wieder auf die Eschweilerstraße treffen kurz vor dem Kreisverkehr mit der Münsterbachstraße. Der wird in der nächsten Woche fertiggestellt, erklärt Projektleiter Arnd Meyer. Dann endet die Verkehrsführung per Ampel im Baustellenbereich. Weiter gesperrt bleibt indes voraussichtlich bis Ende Mai die Eschweilerstraße wegen der Kanalbauarbeiten, die das altbekannte Überschwemmungsproblem lösen sollen.

Lange Zeit bekannt war auch das Verkehrsproblem an der Einmündung der Münsterbach- in die Eschweilerstraße (L236/L238). Seit über 15 Jahren forderte der Stadtrat dort einen Kreisverkehr.

Erst im letzten Jahr kam Bewegung in das Vorhaben, nachdem der Landesbetrieb sich pragmatisch bereit erklärte, die Kosten für eine nun von der Unfallkommission ultimativ geforderte Ampel und einer Fahrdeckensanierung in einen Kreisverkehr zu investieren; während die Stadt 220.000 Euro am Straßenausbau und rund 360000 Euro für die Kanalsanierung trägt.

Ein wenig später folgen verkehrssichernde und das Stadtbild aufwertende Maßnahmen aus dem Projekt „Soziale Stadt Velau” für den weiteren Verlauf der Eschweilerstraße.

In diesen Tagen nährt sich zwischen Mausbach und Gressenich ein weiteres Projekt der Zielgeraden: Der Radweg entlang der Landesstraße 12, deren Fahrbahn in Mausbach saniert ist, erhält jetzt die Feindecke, so Meyer. Restarbeiten am Begleitgrün folgen noch ebenso wie die Komplettierung der verkehrsberuhigenden Maßnahmen am Ortseingang Gressenich, wo die Fahrbahn der L12 leicht verschwenkt wird. Rund 400.000 Euro hat das Projekt gekostet. Derweil soll der Kreisverkehr Nachtigällchen 2011/12 in die Realisierungsphase gehen.

In letzten Zügen liegt auch der Ausbau der Kranensterzstraße, wo die Stadt seit letztem Herbst rund 264000 Euro in den Ausbau investiert hat, so Fachbereichsleiter Josef Braun.

Der Anschluss an die Aachener Straße folgt im kommenden Jahr bei deren mit Bundesmitteln geförderten Sanierung. Nahe der Einmündung der Kranensterzstraße in „Burgstüttgen” wird auch eine der ersten barrierefreien Bordsteinabsenkungen realisiert, die aus Mitteln des Konjunkturpaketes umgesetzt werden. Für rund 160.000 Euro wird an etwa 70 Stellen im Stadtgebiet Seh- und Gehbehinderten der Straßenübergang so erleichtert.

So weit gediehen, dass die Bauarbeiter in Kürze eine Pause einlegen können, ist auch der 100.000 Euro kostende Ausbau des Rhein-Nassau-Weges. Die Gehwege sind gepflastert; die Tragschicht wird in Kürze asphaltiert. Die Feinschicht soll erst dann folgen, wenn der Neubau der Gutenbergschule am Rhein-Nassau-Weg seiner Vollendung im Herbest 2011 steht entgegen geht.

Der Landschaftsverband Rheinland investiert rund 20 Millionen Euro. In Dorff investiert die Städteregion in Kürze in eine neue Fahrbahndecke der Kreisstraße 14, in deren Rahmen die Stadt den Kanal und Gehwege saniert. Und während die Erschließung der Neubaugebiete Duffenter und Werth der Vollendung entgegen geht, sind die Aufträge vergeben für die Ertüchtigung des Kanalsammlers zum „Steg” in Breinig, in deren Rahmen auch die Straße „Am Wingertsberg” erstellt wird.
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