Stolberg - „Lady Gasoline” setzt auf Lautstärke

„Lady Gasoline” setzt auf Lautstärke

Von: Dirk Müller
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Gerieten beim Konzert in der Altstadt mehrfach an die Grenzen ihres musikalischen Vermögens: die Musiker der Band „Lady Gasoline”. Foto: D. Müller

Stolberg. Gleich zu Beginn ihres Konzertes am Samstag gaben „Lady Gasoline” die Marschrichtung des weiteren Abends vor: Druckvoll ertönten die hart verzerrten Akkorde des Kinks Klassikers „You really got me” aus der Anlage im „The Savoy”.

Alt bekannte Hits in höchst rockigem Gewand wollte die Combo schweißtreibend und handgemacht dem Publikum präsentieren, um den Helden ihrer Jugend zu huldigen.

Organisiert hatte das Konzert Marita Matousek als eine Art „Geburtstagsständchen”, galt es doch, das 19-jährige Bestehen der Gaststätte am Alter Markt gebührend zu feiern. Dies ließen sich die zahlreichen Gäste dann auch nicht zweimal sagen und tanzten ausgelassen und mitsingend bis nach Mitternacht. Hits wie „Allright now” von Free, „Video killed the Radiostar” der Buggles oder der „Rockaway Beach” von den Ramones bescherten dem Publikum ein „Wiederhören” mit unvergessenen Klassikern und sorgten reichlich für Stimmung.

Veränderte Gesangslinien

Die „Interpretationen” bekannter Welthits, die Chris Jaegers (Gesang und Gitarre), Martin Rohdich (Gitarre), Mirko Kirch (Schlagzeug) und Thomas Jaegers (Bassgitarre) intonierten, waren dabei in erster Linie laut. Bei „Substitute” von der legendären Band „The Who” beispielsweise gereichte die veränderte Gesangslinie dem Song nicht unbedingt zum Vorteil. Anschließend ließ Thomas Jaegers die markanten Bass-Soli des Kulthits „My Generation” leider ganz Außen vor.

War die energisch rockende Version von „Sloop John B” der Beach Boys noch eine ansprechende Variante, so gerieten „Lady Gasoline” bei Songs wie „Proud Mary” oder Lynyrd Skynyrds „Sweet Home Alabama” bisweilen an die Grenzen ihres musikalischen Vermögens. Sängerin „Lin E.” (Elsmann), die erstmalig das Ensemble von „Lady Gasoline” ergänzte, versuchte sich an „Hey Jude” der Beatles und Pinks „Just like a pill” und fügte sich in das Gesamtkonzept des Konzerts.

Glänzende Stimmung

Dass die musikalische Darbietung eher laut als schön war, tat jedoch der glänzenden Stimmung im Publikum keinen Abbruch. Klassiker wie „I wanna hold your hand”, Kim Wildes 80er Jahre Hymne „Kids in America” oder „All the small things” von Blink 182 wurden leidenschaftlich mitgesungen, und dankbar erfreuten die Gäste im „The Savoy” sich an der Fülle der Evergreens aus mehreren Jahrzehnten.

Als musikalischen Höhepunkt des Abends lässt sich „What´s up” der 4 Non Blondes bezeichnen, bei dem Gastgeberin Marita Matousek selbst zum Mikrofon griff und die feiernde Menge begeisterte.
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