Kupferstadt-Premiere von „Chain of Fools“ bestens gelungen

Von: Dirk Müller
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In der Altstadt frenetisch gefeiert: „Chain of Fools“, neu formierte Band mit Musikern aus Stolberg, Eschweiler und Aachen. Foto: D. Müller

Stolberg. Dass es auf der Bühne eng werden würde, hatten die neun Musiker der Formation „Chain of Fools“ vorausgesehen. Noch viel dichter gedrängt stand allerdings das Publikum in der zum Bersten vollen Altstadtkneipe „Piano“.

Die „internationale“ Gruppe mit Musikern aus Stolberg, Eschweiler und Aachen hatte aus allen drei Städten Gäste in die Altstadt gelockt, die für ihr Kommen reichlich belohnt wurden. Schon mit Otis Reddings „Can’t turn you loose“ in der instrumentalen Version der „Blues Brothers“ entfachte die Band zu Beginn des Konzertes ein Feuerwerk aus Rhythmus und Soul.

Eine Prise Funk streute „Chain of Fools“ beim anschließenden „Iceman“ ein, Blues sowie Einflüsse von Rock, Beat und Pop sollten folgen. Die Band, erst vor etwa einem Jahr gegründet, aber aus gestandenen Musikern bestehend, war dabei mit dem aufgefahrenen „großen Besteck“ bestens gerüstet: Norbert Schmitz, Vivian Schmitz und Vera Erhardt (Gesang), Gitarrist Rolf „Charlie“ Braun, Marco Schützeichel am Bass, Benedikt Wallbrecht (Piano, Keyboards), Kulturmanager Max Krieger an der Posaune, Saxofonist André Wintersteller und Silvio de Hesselle an den Drums lieferten Interpretationen mit beeindruckendem Klanggeflecht.

Unwiderstehliche Bläser

Die wechselnden Einsätze der Sängerinnen und des Sängers verliehen dem Blues-Klassiker „The Thrill is gone“ besondere Tiefe und Vielschichtigkeit, beim flotten, leicht rockigen „Lilly’s Daddy’s Cadillac“ von Willy DeVille sorgten vor allem die unwiderstehlichen Bläser für gute Laune in der Altstadt. „Ain’t no Sunshine“ begann die Band zur Freude des Publikums in der deutschen Version „Allem Anschein nach bist du’s“ von Stefan Gwildis, um dann fließend in das Original von Bill Wi­thers überzugehen.

Bereits im ersten Teil des stimmungsvollen Konzerts überzeugte „Chain of Fools“ mit Spielfreude, Leidenschaft und musikalischem Können, doch nach einer kurzen Pause stieg die Begeisterung im „Piano“ noch an. Grund waren Kultsongs wie „Sunny“, „Knock on Wood“ oder „Rehab“. Das Publikum feierte frenetisch die Band und zeitlose Perlen der Musikgeschichte wie „Sweet Home Chicago“, „Nutbush City Limits“ und „Mustang Sally“. Wie gelungen die Kupferstadt-Premiere von „Chain of Fools“ war, belegten die lautstarken Forderungen nach Zugaben, denen die neun Musiker bereitwillig nachkamen.

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