Stolberg/Euregio - Kunstroute Weser-Göhl: Wo Kunstwerke an der Wäscheleine hängen

Kunstroute Weser-Göhl: Wo Kunstwerke an der Wäscheleine hängen

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Stolberg/Euregio. Das Kunstatelier 2Stark in Kelmis überrascht seine Besucher mit Kunst an der Wäscheleine. Ruth Stark stellt aus: keramische Objekte und Ton zum Leben. Urban Stark bietet: „InGenious Sculptures“ aus Holz - Fotografien. Als Gastkünstlerin überzeugt Irina de Lamboy mit Malerei und Kalenderarbeiten zum Karlsjahr.

Kunst von Haus zu Haus auf der Kunstroute Weser-Göhl „entrée libre“ ist am Sonntag, 3. August, einmal mehr angesagt. Zwischen 14 und 18 Uhr warten im Eupener Land acht partnerschaftlich verbundenen Kunst(h)orte auf Besuch. Für Kunstinteressierte öffnen sie regelmäßig am ersten Sonntag im Monat gleichzeitig.

In der Kopermolen in Vaals wird bis zum 14. September eine Ausstellung mit Papierkunst von Anita Brendgens und Bildern von Jac­que­line van der Venne zu sehen sein – Eröffnung ist am 27. Juli um 15 Uhr. Jacqueline van der Venne aus Heerlen hat an der Stadsacademie voor Toegepaste Kunsten in Maastricht Design (Grafik, Illustration, Medien) und Fotografie studiert. Sie arbeitet als bildende Künstlerin, Grafikdesignerin, Fotografin, Webdesignerin und als Kunst- und Designdozentin. In ihrem Werk will sie den Menschen dynamisch mit auffälligen Formen und Farben wiedergeben. Schönheit, Kommunikation und Gefühle stehen dabei im Mittelpunkt.

Anita Brendgens aus Vaals ist gebürtige Zülpicherin, stellt aus geschöpftem Papier Abdrücke alltäglicher Gegenstände her und hängt sie an dünnen Drähten freischwebend in den Raum. Es sind Fragmente, die in ihrer Unfertigkeit Zerbrechlichkeit ausstrahlen. Eine Obstschale, eine Gemüseplatte, ein Kerzenleuchter, eine Suppenschüssel, ein gedeckter Tisch sind Beispiele für ihre Themen. Das Weiß des Papiers lässt die gewichtslosen und beweglichen Elemente aufleuchten und entführt den Betrachter in eine andere, lichte Welt, fast eine Traumwelt.

KuKuK – Kunst und Kultur im Köpfchen: „Identity I Identität I Identiteit I Identité“ – die Ausstellung und Vernissage im Deutschen Zollhaus an der Eupener Straße 420 in Aachen ist noch bis zum 10. August zu sehen. Bei Identität geht‘s um die Echtheit einer Person oder Sache, die völlige Übereinstimmung mit dem, was sie ist oder als was sie bezeichnet wird. Die vier jungen Künstlerinnen Julia Gawlik, Leah Hautermans, Laura Heinen und Anja Lynen sind in der Grenzregion aufgewachsen. Sie sind Mitte zwanzig, gehören zu der Altersgruppe, die von den Medien als Generation „maybe“ bezeichnet wird. Die ganze Welt steht ihnen – zumindest in der Theorie – offen, doch die endlosen Optionen können einen auch erdrücken. Selbstfindung hat einen neuen, größeren Entfaltungsrahmen bekommen.

In ihrer Ausstellung „Identity“ haben die vier Künstlerinnen sich mit dieser Problematik auseinandergesetzt. Sie geben Einblicke in das Innenleben junger Menschen, die ihren Platz in der Welt finden wollen, geprägt vom Reiz der endlosen Freiheit und Grenzenlosigkeit, aber auch von Unsicherheit und Selbstzweifeln.

Im belgischen Zollhaus zeigt der gebürtige Pole Norbert Kostka ebenfalls bis zum 10. August eine vierdimensionale Installation eines dreidimensionalen Würfels. Der Würfel (polnisch: Kostka) steht im Zentrum seiner künstlerischen Tätigkeit, die er ebenfalls durch Fotos und Lichtinstallationen inszeniert. Die Öffnungszeiten des Cafés im Sommer: Freitag 18 bis 23 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18.30 Uhr.

Das Ramírez-Máro-Institut hat seinen Sitz in einem kleinen Schlösschen in Hauset direkt an der Göhl. Hier werden aktuelle Werke des international renommierten Kunstmalers Antonio Má­ro und die seines Sohnes Rafael Ramírez Máro, der auch als Kurator für die Stolberger „artibus“-Ausstellungsreihe fungiert, permanent ausgestellt. Vater und Sohn verblüffen die Kunstszene unabhängig voneinander mit immer wieder neuen großformatigen beeindruckenden Gemälden, die ihresgleichen suchen.

In der Fondation Peter Paul J. Hodiamont im belgischen Baelen, in dem von Peter Hodiamont in dem 70er Jahren renovierten und ausgebauten Bauernhof, beeindrucken eine Fülle von Arbeiten aus seiner über 60-jährigen Schaffenszeit. Das Kuratorium der Fondation um Karl-Heinz Oedekoven, den Stolberger Stiftungspräsidenten, pflegt den künstlerischen Nachlass des im Jahre 2004 verstorbenen Malers. Eine große Anzahl der ausgestellten Kunstwerke sind im Stiftungsbesitz; viele Arbeiten können jedoch noch käuflich erworben werden und dienen dem Erhalt der Stiftung. Zusätzlich wird eine Auswahl von großformatigen Zeichnungen und Fineliner-Gemälden auf Holztafeln des belgischen Kunstmalers Gilbert de Mulder ausgestellt. Er lebt und arbeitet seit Jahren auf Teneriffa.

Im Göhltalmuseum in Kelmis, das im ehemaligen Herrenhaus eines Tuchfabrikanten eingerichtet worden ist, wird die Ausstellung „Theodor Brün (1885-1981) – ein Zeitkolorit“, gezeigt. Die in dieser Ausstellung gezeigten, oft kleinformatigen Bilder lassen den Betrachter erahnen, wie großartig das Lebenswerk Brüns ist. Egal welcher Technik er sich widmete, der Zeichnung, dem Aquarell, dem Ölgemälde oder der Skulptur, eines haben sie gemein: Sein Werk ist von unterschiedlichen Strömungen der Zeit sehr individuell geprägt. In seiner Kunst widmet er sich immer dem „wahren Leben“ in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Die offizielle Eröffnung ist am 8. August. Außerdem erfährt man im Museum viel Interessantes zur Bergbauhistorie des Altenbur­ger Landes und über die einzigartige Konstellation Neutral-Moresnets in der bewegten Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Maison art Pütz in Montzen: Bildhauer, Kunstsammler und Ausstellungsmacher Dieter Schlusche präsentiert in seiner Hausgalerie die Gastkünstler L.P. Hodiamont, Malerei, E. Schwartz, Malerei, A. Hoffman, Fotografie, und T. Duysens, Materialkollagen. In dem historischen Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert können in einem separaten Schauraum die eindrucksvollen Steinskulpturen des Hausherrn Dieter Schlusche besichtigt werden. Einige dieser Unikat-Objekte sind käuflich zu erwerben.

Das Atelier I.S. in Walhorn kann am 3. August ausnahmsweise wegen Umbauarbeiten nicht besucht werden. Ab dem 17. August, 16 Uhr, bis zum 7. September ist im Atelier I.S. die Ausstellung „Weggefährten 3“ zu besichtigen – mit Bildern von René Collienne und Peter Augenbroe.

Das Studio und der Skulpturengarten des bekannten Bildhauers Prof. Wolfgang Binding in Raeren-Eynatten, Johannesberg 101, steht an den kommenden ersten Sonntagen bis einschließlich Oktober zwischen 14 und 18 Uhr für Besucher offen. Meist sind es die Lebewesen, die ihn beschäftigen.

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