Kunst und Ausstellungsort passen hervorragend zusammen

Von: Dirk Müller
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Ulrich Kälbere stellt in seinen 40 Bildern industrielle Motive hoch atmosphärisch dar. Foto: D. Müller

Stolberg. „Da haben sich zwei gefunden“, meint Ulrich Kälberer, und Sebastian Wenzler, Leiter des Industriemuseums Zinkhütter Hof, ergänzt: „Der Künstler und das Haus.“ Tatsächlich passen das Museum und die Malerei von Kälberer so gut zueinander, wie es schon der Name der Ausstellung vermuten lässt.

„Nachtbilder der Industrieromantik“ lautet der Titel der eindrucksvollen Schau, die am Sonntag, 27. Januar, beginnt. In 40 Bildern stellt der Stuttgarter Künstler industrielle Motive hoch atmosphärisch dar – und im Innern des Betrachters entsteht eine individuelle Geschichte hinter der Fabrik, dem Güterbahnhof oder der Industriebrache.

Allen Werken ist eine starke Anziehungskraft durch die enorme Ausstrahlung gemein. Teils düster, ja morbid, fasziniert Kälberers Malerei mit der durch Farben und Formen transportierten romantischen Hommage an die Vergänglichkeit. Mitunter sehr detailreich steckt das Abbruchhaus, der Bunker oder das Silo voller Geheimnisse; Menschen sind vordergründig nur vereinzelt zu entdecken.

In einigen Exponaten setzt Kälberer positive Lichtakzente und versieht das künstliche Industrieszenario visuell mit organischer Wärme. Reale Motive, die der Künstler unter anderem in den Vereinigten Staaten, in Mexiko, Indien, Australien und Russland fand, ordnet er in einem eigenen, sinnstiftenden Zusammenhang.

Ein Besuch der Ausstellung in perfekt korrespondierendem Ambiente lohnt sich grundsätzlich, doch zur Vernissage (siehe Infokasten) lockt neben der Malerei noch eine weitere Kunstform: Der international ausgezeichnete Künstler wird eine Videoprojektion präsentieren, in der seine Malerei und zum Teil auch die zugrundeliegenden Fotografien Metamorphosen durchlaufen, die den Betrachter nahezu hypnotisch fesseln.

Die kunstvolle multimediale Präsentation hat übrigens von Berlin, wo sie beim „VJ-Festival“ zu sehen war, über das Weimarer Kultur-Festival den Weg in das Industriemuseum der Kupferstadt gefunden.

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