Radarfallen Blitzen Freisteller

„Kunst auf dem Weg“: Ein Besuch der Vogelsangkirche

Letzte Aktualisierung:
5983808.jpg
Empfehlen allen Kunstinteressierten einen Besuch der Vogelsangkitrche in Stolberg: Katja Knospe, Tina Sous und Maria Djili.

Stolberg. Bei der diesjährigen Aktion „Kunst auf dem Weg“ am 25. August öffnet neben der Finkenberg- und der St. Luciakirche erstmals auch die Vogelsangkirche ihre Pforte.

Die Vogelsangkirche aus dem Jahre 1648 gilt als die älteste lutherische Kirche im Raum Aachen. Damals bildete sie den Mittelpunkt des Ortes, denn vor dem Aufgang zur Kirche befand sich Stolbergs erster Marktplatz. Die Vogelsangkirche hat das Werden Stolbergs bis zum heutigen Tag begleitet.

„Der Vogelsänger“ ist eine Figur aus dem alten Stolberg. Er war ein Bewohner des Viertels, dem das Zwitschern der Vögel am nahegelegenen Hammerberg seinen Namen gab. Auf die Sanges- und Lebensfreude des Mannes spielt auch das „Vogelsängerlied“ an.

Weiteres zur Stolberger Geschichte finden die Besucher am Tag der Ausstellung in der Kirche am Büchertisch der „Bücherstube am Rathaus“. Man findet den „Vogelsänger“ heute als Bronzefigur neben dem Rathaus, und man begegnet ihm täglich in der Kolumne der Stolberger Tageszeitungen.

Drei Kirchen

In der Führung „Hahn, Schwan und Engel“, die alle drei Altstadtkirchen miteinander verbindet, erhalten die Besucher nicht nur Informationen zur Geschichte, sie kommen auch in den Genuss von Kirchenmusik. Hierzu ist allerdings eine Anmeldung erforderlich (www.stolbergtouristik.de oder Telefon 99900-80 und -81).

Bei Kunst auf dem Weg kommen sowohl Geschichts- und Musikinteressierte als natürlich auch Kunstliebhaber auf ihre Kosten: Die Aachener Künstlerin Maria Djili, die vor zwei Jahren mit ihren „Lichtwesen“ aus der Serie „Poesie des Alltäglichen“ in der Finkenbergkirche zu sehen war, stellt nun ihre Arbeit „Einen Abschied geben“ vor.

„Bei meinem ersten Besuch der Vogelsangkirche nahm ich sie zunächst nur mit meinen Füßen wahr, als Unebenheit des Bodens“, so die Künstlerin zu ihren ersten Eindrücken von der Kirche. „Sieben Grabplatten, die sich im Dunkel und eisern um den Altarbereich legen.

Seit rund 400 Jahren erinnern sie an Leben, die hier gelebt wurden – und Leben, die hier endeten“ so die Maria Djili. Im Rahmen der Ausstellung möchte Maria Djili dies in Form von Bildern, Objekten und Texten des Abschieds ins Licht holen, sichtbar und erkennbar werden lassen.

Katja Knospe und Tina Sous ermöglichen mit ihren Installationen immer wieder einen neuen Blick auf besondere Orte in der Stolberger Altstadt. Bei den Vorbereitungen zu ihrer „Beflügelung“ in der Finkenberggasse im vergangenen Jahr erfuhren sie viel von dem alltäglichen Leben, wie es sich früher rund um den Vogelsang zugetragen hatte.

Unzählige Geschichten und Anekdoten vergangener Tage stammen aus der unmittelbaren Umgebung der Vogelsangkirche Kirche. Einige davon werden nun für alle Besucher am Tag von „Kunst auf dem Weg“ zu hören sein. Die Anekdoten erzählen vom damaligen Stolberg, von Ereignissen, Erinnerungen, Freud und Leid in den zurück liegenden Jahren und Jahrhunderten.

Unterstützt werden diese Geschichten durch die Installation „Leicht bewegt“, in der die beiden Stolberger Künstlerinnen das Motiv der stilisierten Vögel aus dem Vorjahr aufgreifen. Die Besucher der Vogelsangkirche sind herzlich eingeladen, sich von der geschichtsträchtigen Atmosphäre des Kirchengebäudes und den vielfältigen Eindrücken berühren zu lassen.

Weitere Informationen zur Station 4 der Aktion „Kunst auf dem Weg“ gibt es im Internet unter www.atelier-mari.com und www.kunst-auf-dem-weg.de.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert