Stolberg - Kulturprofis sorgen für Kreativität am Berufskolleg

Kulturprofis sorgen für Kreativität am Berufskolleg

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Tanz und Tanztheater sind nur zwei von zehn Workshop-Angeboten bei der Werkwoche. Foto: D. Müller

Stolberg. Bei den kulturellen Werkwochen erweitern angehende Erzieher ihren künstlerischen Horizont in verschiedenen Workshops. Schon auf den Fluren des Berufskollegs Simmerath/Stolberg kann man die engagierten Teilnehmer der verschiedenen Projekte in Aktion erleben.

In einem der Gänge liegen drei angehende Erzieherinnen auf dem Boden mit einem großen Schild, auf dem „Ende” zu lesen ist, unter ihren Köpfen. Mit Stativ und Kamera ausgestattet hält die Vierte Schülerin die Szene fotografisch fest, denn dieses Bild soll die letzte Sequenz eines Trickfilms werden. „Stop Trick Movie” mit Petra Kather ist einer von zehn unterschiedlichen Workshops im Rahmen der diesjährigen Kulturellen Werkwoche des Berufskollegs.

Mehr als 120 Schüler der Unter- und Oberstufenklassen haben frei aus den Angeboten gewählt, die das Kulturverständnis der späteren Erzieher erweitern sollen. „Kunst und Kultur haben in der Ausbildung einen sehr hohen Stellenwert, da die Erzieher einmal Multiplikatoren sein werden und die Kreativität der Kinder fördern sollen”, erklärt Kunstpädagogin Inga Kühl. Sie ist die Koordinatorin der Kulturellen Werkwoche, die in diesen Tagen am Berufskolleg ein kleines Jubiläum feiert.

Schon das zehnte Mal

Bereits zum zehnten Mal kooperiert die Schule mit Künstlern aus der Region, die als „Kulturprofis” Wissen und Arbeitstechniken aus dem Bereich Kultur vermitteln und Phantasie wie Ausdrucksfreude in den Mittelpunkt eines Selbstlern-Unterrichts stellen.

„Wir sind bemüht, in der Kulturellen Werkwoche ständig wechselnde Schwerpunkte anzubieten, die von variierenden Künstlern als Dozenten unterrichtet werden.

Dabei orientieren wir uns einerseits an den Interessen unserer Schüler, wollen ihnen andererseits aber auch neue Impulse mit auf den Weg als Erzieher geben”, beschreibt Edelgard Brüggemann, Abteilungsleiterin der Fachschule für Sozialpädagogik.

Dass die Teilnehmer mit viel Spaß und Begeisterung eine ganze Woche lang intensiv in Sachen Kultur lernen können, sei allerdings nur mit dem Verständnis und der Unterstützung aller Kollegen der Schule möglich, betont Kühl.

Schließlich kann es in dem einen oder anderen Workshop durchaus auch etwas lauter werden, wie zum Beispiel bei der „Sound- und Klanggestaltung” mit „Ahnst Anders”, hinter dem sich der Stolberger Klangkünstler, DJ und Produzent Henrik Erichsen verbirgt.

In dem Workshop „Percussion” mit Ruth Schmidhüsen trommeln die Schüler unter anderem auf Alltagsgegenständen und Schrott. Und auch aus den Räumen der Projekte „Tanz” mit Anna Lichtenwald-Pawlova und „Tanz-Theater” mit Irina Koslova vom Aachener „Do-Theater” erklingt naturgemäß bisweilen Musik.

Mit kleinerem Geräuschpegel, aber nicht weniger künstlerisch geht es in den Workshops „Portraitmalerei” mit Sascha Berretz und „Kalligraphie” mit Thomas Hoyer zu.

Kreative Drucktechniken erlernen die Schüler in „Monotypie” mit Nicole Kaffanke und die Kölner Künstlerin Karen Betty Tobias vermittelt das „Zeichnen als eigenes Erlebnis”. Kurze Filme, Fotostorys und einzelne Standbilder gestaltet die Gruppe „Inszenieren für Film und Fotografie” mit Dorothea Flatau, wobei die Schüler in die Rollen möglichst vieler „Filmberufe” schlüpfen.
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