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Kulturfestival: Zinkhütter Hof wird zu einem Engelsmuseum

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Am 20.Jahrestag des Mauerfalls erschienen sie erstmals über den Dächern von Berlin; am 15.Juli werden sie einmalig ihre Flügel über den Dächern der Kupferstadt ausbreiten: Geflügelte Wesen, die als Engel Schicksale aus der Geschichte Stolbergs verkörpern und ihre Geschichten den Menschen am Boden erzählen werden.

Der Zinkhütter Hof wird zum Engelsmuseum, wird an diesem sommerlichen Freitag die Kulisse für eine einzigartige Veranstaltung sein, die die Städteregion im Rahmen ihres Kulturfestivals nicht nur einfach nach Stolberg holt, sondern mit dem die Kulturbeauftragte Dr. Nina Mika-Helfmeier ein Netz zwischen renommierten professionellen Künstlern und regionalen Akteuren so knüpft, dass gleich auch die Besucher ebenso geschickt wie fasziniert eingebunden werden.

„Es ist ein Paket, das ganz speziell auf Stolberg und dieses wundervolle Museums-Ensemble zugeschnitten ist und es in einem neuen Licht erscheinen lassen wird”, verrät Mika-Helfmeier schon einmal, die die Europäische Union, die Landesregierung und Sponsoren für eine Finanzierung dieses einmaligen Kulturfestivals begeisterte, so dass die Stolberger es kostenfrei genießen können.

Und während die Proben der Choreografie für die Tanz-Acts und Engel schon angelaufen sind, feilt Jörg Rost bereits an den Details seiner Lichtinstallation.

„The Göteborg String Theory”

Wer sich den Burgen-Parcours des vergangenen Juni in Erinnerung ruft, weiß, dass der Besucher sich auf eine ebenso feine wie hochkarätige Mischung aus Tanz und Theater, Musik und Geschichten, Licht und Atmosphäre, Faszination und Genuss freuen kann. „Und ein Picknick ist dabei durchaus erwünscht”, verspricht Nina Mika-Helfmeier einen ausgiebigen und unterhaltsamen Abend auf dem weitläufigen Museumsgelände.

Gleich zum Auftakt wartet das Kulturfestival mit einer kleinen Sensation als Appetithappen auf: Die Projekte „The Göteborg String Theory” und „The Berlin String Theory”, die weite Wellen über die Metropolen hinaus geschlagen haben, erleben erstmals eine neue Premiere - in Stolberg. Das Projekt „The Städteregion Aachen String Theory” soll Orchestermusik, Videokunst, Kunstausstellung, Lesebühne und mehrere Konzerte unterschiedlicher Stilrichtungen miteinander verbinden.

Das künstlerische Spektrum reicht von wohlbekannten regionalen Künstlern bis hin zu etablierten Musikern wie Jose Gonzales aus Schweden (der Ende des Monats im Eurogress gastiert). „Über alle Genregrenzen von Pop, Elektro, Punk, Hiphop und Rock hinweg werden sich führende Künstler aus der Region und Musiker aus den Projekten in Berlin und Göteborg auf den Bühnen austauschen, ihre Repertoires in neuen Arrangements vortragen”, erklärt Mika-Helfmeier. Wobei das Wort „String” der Quantenphysik entliehen ist und für „kleine vibrierende eindimensionale Teilchen, die miteinander vernetzt unsere Welt zusammensetzen” steht.

Dieses Netzwerk wird in Stolberg weiter geknüpft und eingebunden werden lokale Musiker und Künstler, die teils gefunden, teilweise auch noch gesucht werden. Dies gilt auch für die Geschichten, die bei hereinbrechender Nacht von den Engeln erzählt werden, die mit ihrem drei Meter langen Flügeln von den Zinnen des faszinierend illuminierten Zinkhütter Hofs Stolberger Schicksale lebendig werden lassen.

„Wir verfügen noch vom Burgen-Parcours über einen kleinen Fundus an Erlebnissen aus der Kupferstadt, sind aber auch noch auf der Suche nach neuen Geschichten und Ereignissen”, ruft die Kulturbeauftragte der Städteregion die Stolberger wieder auf, sich aktiv in die Veranstaltung einzubringen, die mit ihren Konzerten, Lesungen, Walking Acts und Lichtkompositionen auf die Grünflächen des Zinkhütter Hofs nicht nur bespielen wird, sondern die Besucher Teil des Geschehens werden lässt.

All das wird einmalig komponiert und arrangiert sein für Stolberg und das Museumsgelände. Die Premiere wird zur einmaligen Gelegenheit, zu einer einzigartigen Chance, den Zinkhütter Hof im wahrsten Sinn des Wortes in einem neuen Licht zu erleben. Allerdings werden diese vergänglichen Momente eingefangen dank einer umfangreichen Foto- und Videodokumentation - so wie auch im Vorjahr beim Burgenparcours geschehen. Dessen Dokumentation wird Dr. Nina Mika-Helfmeier in Kürze präsentieren - quasi als Appetithappen auf das Stolberger Engelsmuseum.
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