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Kritik an Modell der Sekundarschule unbegründet?

Von: dim
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Stolberg. Nur ein Kopfschütteln hat Jörg Klein für die Bezeichnungen „Gesamtschule light“ und „Ersatzhauptschule“, die Experte Jürgen Focke bei seinem kritischen Vortrag zur Sekundarschule in Stolberg gewählt hatte, übrig. „Das mögen schmissige Formulierungen sein, aber inhaltlich nicht haltbar, da schlichtweg falsch“, findet Klein deutliche Worte.

Zuletzt hatte es auch kritische Worte zur geplanten Gründung einer Sekundarschule in Stolberg gegeben. Fockes Ansichten hätten grundlegende Sachverhalte ignoriert, sagt der Berater der Stadt, und Klein beginnt aufzuzählen: „Zunächst einmal berücksichtigt der Kritiker den Willen der Stolberger Eltern nicht.“ Dieser ist vor zwei Jahren abgefragt worden, und rund 200 Eltern hatten sich für ein längeres gemeinsames Lernen auch nach der Grundschule ausgesprochen.

„Die Gesamtschule kann dem bisher aber nur zur Hälfte entsprechen, und erst mit der Einrichtung der Sekundarschule können wir in Stolberg den Elternwillen nahezu gänzlich abdecken.“ Klein betont, die Sekundarschule sei keine „Light-Version“ der Gesamtschule, sondern werde ein eigenständiges pädagogisches Profil haben.

Ergänzung der Schullandschaft

„Mit der Sekundarschule bieten wir die Möglichkeit des gemeinsamen Lernens in kleinen Bezügen an, das für manche Schüler besser geeignet ist, als das größere System der Gesamtschule.“ Durch diese Ergänzung der Schullandschaft verfüge Stolberg nun über zwei wohnortnahe und unterschiedliche Profile gemeinsamen Lernens.

Dass die Sekundarschule trotz des ersten gescheiterten Versuchs, mit dem eine hohe Verunsicherung der Eltern einhergegangen sei, jetzt zustande gekommen ist, beweise, dass die Schulform in Stolberg gewünscht sei. „Und eine ,Ersatzhauptschule‘ wird die Sekundarschule definitiv nicht“, sagt Klein, der als Berater der Stadt und derzeit noch Leiter der Hauptschule an der Kogelshäuserstraße anhand der Anmeldungen zur Sekundarschule den direkten Vergleich zieht: „Die Schülerschaft wird sich eindeutig ändern. Kinder mit unterschiedlichen Begabungen kommen an die Sekundarschule; darunter auch Schüler mit Gymnasialempfehlungen.“

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