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Krise: Erste Entlassungen bei Sekurit

Von: gro
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Stolberg. Die Wirtschaftskrise ist endgültig in Stolberg angekommen. Und auch hier zählen die Automobil-Zulieferer zu den am härtesten Betroffenen.

Weil deutlich weniger Fahrzeuge verkauft und entsprechend weniger Windschutzscheiben benötigt werden, wird Saint-Gobain Sekurit noch in dieser Woche erste betriebsbedingte Kündigungen aussprechen. Wie das Unternehmen am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, sind am Standort Stolberg zunächst 16 von insgesamt 350 Mitarbeitern betroffen, in Würselen werden zehn von 220 Stellen abgebaut.

„Die Januar-Zahlen sind deutlich schlechter als erwartet. Wir sind ziemlich entsetzt über den Auftragseinbruch”, räumte Sekurit-Pressesprecherin Regina Decker ein. Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich um einen Rückgang von über 30 Prozent. Allein über Kurzarbeit und verlängerte Urlaube, wie es Werksleiter Stephan Kranz noch Mitte November angekündigt hatte, sind die Ausfälle an der Nikolausstraße offenbar nicht mehr zu kompensieren.

Ob das Ende der sprichwörtlichen Fahnenstange erreicht ist, bleibt völlig offen. „Es gibt die wildesten Gerüchte, welche Einschnitte uns noch drohen könnten”, wagt der Betriebsratsvorsitzende Peter Alt derzeit keine Prognose. Und auch Regina Decker gibt sich auffallend zurückhaltend, wenn es um die Frage nach weiteren Konsequenzen geht: „Wir bauen nicht einfach Arbeitsplätze ab, sondern wollen unsere Mitarbeiter, die allesamt Fachleute sind, so lange wie möglich halten.”

Einen Lichtblick bietet in diesem Zusammenhang das Konjunkturpaket der Bundesregierung. „Wir hoffen, dass diese Maßnahmen greifen werden”, so Decker. Bislang ist der einsetzende Boom beim Kauf von Neuwagen bei Saint-Gobain Sekurit noch nicht zu spüren. „Allerdings gibt es bei den Herstellern noch große Lagerbestände, die zunächst einmal abgebaut werden müssen”, weiß die Sprecherin.
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