Stolberg - Kreisverkehr vor der Büsbacher Kreuzung

Kreisverkehr vor der Büsbacher Kreuzung

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Kreisverkehr oder Ampel: Das ist die entscheidende Frage beim geplanten Ausbau der Aachener Straße im kommenden Jahr. Vom Bahnübergang im Tal bis zur Einmündung in den Lehmkaulweg an der Büsbacher Kreuzung soll diese verkehrswichtige Gemeindestraße - so die ausdrücklich vor zwei Jahren getroffene Feststellung des Stadtrates - grundlegend erneuert werden.

Ampel als Alternative

Die Aachener Straße, die Jahrzehnte die gesamte Verkehrsbelastung bis zum Ausbau der L220 tragen musste, ist in ihren Auf- und Ausbau so desolat und überholt, dass eine Sanierung keinen Sinn mehr machen würde.

Die Bezirksregierung hat für kommendes Jahr die Bereitstellung von Fördermitteln signalisiert. 75 Prozent wurden bei der Antragstellung vor zwei Jahre erwartet; heute hofft Stolberg auf 70 Prozent zu den seinerzeit kalkulierten Gesamtkosten von 2,4 Millionen Euro. Ein dezidierter Förderantrag muss aber noch gestellt werden.

Konzepte für einen Ausbau in drei Abschnitten hat inzwischen ein Ingenieurbüro ausgearbeitet, die dem Bauausschuss auf seiner Sitzung am 27.Mai präsentiert werden. Der wird sicherlich trefflich beraten über die zukünftige Anbindung der Aachener Straße an den Lehmkaulweg (L220) kurz vor der Büsbacher Kreuzung.

Denn eine Variante sieht den eleganten Anschluss mittels eines Kreisverkehrs vor - etwa in den Dimensionen, wie er in Kürze an der verkehrsreichen Einmündung der Münsterbach- in die Eschweilerstraße (L236/L238) ausgebaut wird.

Die Fläche des heute wenig optimal wirkenden Dreiecks gilt als ausreichend, um auch für Fußgänger in allen drei einmündenden Straßen Überwege mit Mittelinseln anzulegen. Näher geprüft werden müsste allerdings, ob es zu Spitzenzeiten zu einem Rückstau von der beampelten Büsbacher Kreuzung in den Kreisverkehr kommen könnte; dann müsste die dortige Ampelsteuerung angepasst werden.

Diese Variante muss außerdem noch ebenso mit dem betroffenen Landesbetrieb abgestimmt werden, wie die Alternative: eine T-förmige Anbindung der Aachener Straße an den Lehmkaulweg mit Ampel, Fahrbahnteiler als Querungshilfe und verkürzter Linksabbiegespur in dem recht knapp bemessenen Kurvenwinkel.

Parkstreifen ein Thema

Um die Einmündung übersichtlicher zu gestalten, soll sie rechtwinkliger als heute erfolgen, und der Container-Standort müsste (ebenso wie beim Kreisverkehr) verlegt werden, weil er in nicht befriedigender Weise angefahren werden könne.

Der weitere Ausbau der Aachener Straße in Richtung Kranensterz soll mit beidseitig 1,50 Meter breiten Gehwegen und einem Angebotsstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn erfolgen.

Auf beiden Seiten sind Längsparkstreifen - zwischen den Bäumen, die ggfls ergänzt werden - vorgesehen, und vor der Einmündung des Grünen Weg ist ein Zebrastreifen geplant.

Im Abschnitt zwischen Kranensterz bis hinter Burgstüttgen reicht der Platz bergauf nur für einen kominierten Rad-Gehweg. Talwärts soll auf der 6,50m breiten Fahrbahn ein 1,60m breiter Radstreifen markiert werden.

Wie bisher soll auf der Seite Richtung Finkensief auf einen Gehweg verzichtet werden - Ausnahme bleibt die Seite gegenüber Gut Kranensterz. Stellplätze können in diesem Abschnitt nur zwischen Haus-Nr. 42 und Burgstüttgen angelegt werden.

Für den verbleibenden Abschnitt Richtung Innenstadt liegen wiederum zwei Varianten vor. Die erste beinhaltet eine 5,50 Meter breite Fahrbahn plus beidseitig markierte 1,25 Meter breite Radstreifen sowie beidseitigem Bürgersteig von mindestens 1,75 Meter.

Nur in Fahrtrichtung Innenstadt ist ein Parkstreifen geplant zwischen den vorhandenen und neuen Bäumen. Die Stellplätze bergauf sollen bei dieser Variante unter Hinweis auf Parkmöglichkeiten an der Brauereistraße entfallen.

Dagegen sieht Variante 2 auch bergauf einen Parkstreifen vor - teilweise unter Reduzierung der Gehwegbreiten und teilweise unter Vorbehalt des Grunderwerbs.

In beiden Fällen soll die kleine Grünanlage an der Einmündung der Brauereistraße attraktiver gestaltet werden.
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