Stolberg - Kreativer Geist, zuverlässig und kompetent

Kreativer Geist, zuverlässig und kompetent

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Prof. Dr. Dieter Alexander Boeminghaus bei der Einführung in eine „Artibus“-Ausstellung, für die er künftig nicht mehr tätig sein wird. Foto: D. Müller

Stolberg. Wenn am Samstag, 9. November, um 12 Uhr die Finissage der Ausstellung „Stolberg erwartet mehr“ in der Burg-Galerie beginnt, ist dies nicht nur ein Abschied von der „Artibus“-Reihe 2013: Professor Dr. Dieter Alexander Boeminghaus, seit drei Jahren Kurator der Kunstausstellungen, hat sich dafür entschieden, seine Arbeit für „Artibus“ zu beenden.

Seit 2007 ist die Reihe fest im städtischen Kulturkalender verankert und wird von Max Krieger organisiert. Der Kulturmanager konn­te zunächst für die ersten drei „Artibus“-Jahre die Eschweiler Galeristin Anita Engert als Kuratorin gewinnen. 2010 übernahm Chris­ta Oedekoven die künstlerische Verantwortung für die Reihe. Ein Jahr später wurde Boeminghaus, der zu diesem Zeitpunkt noch Präsident der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen (EVBK) war, der neue „Artibus“-Kurator.

Unter das Motto „Paare“ stellte er 2012 die Ausstellungsreihe mit großem Erfolg und initiierte das Konzept von „Kunst to go“ mit kleinen Kunstwerken zu erschwinglichen Preisen, die bei den „Artibus“-Ausstellungen erworben werden konnten.

In diesem Jahr wollte Boeminghaus den „Mehrwert“ von Kunst herausstellen. „Kunst kann über den ästhetischen Sinn hinaus Aufgaben erfüllen und so den Menschen dienlich sein. Wenn sie ,außer nur Kunst zu sein‘ weitere Leistungen erbringen kann, ist sie besonders gut“, beschrieb der scheidende Kurator seinen Impuls für die Idee, „die Kunst von der Burg-Galerie in die Stadt hineinzutragen“.

Dies gelang in erster Linie mit der Ausstellung „Stolberg spiegelt sich“, in der Peter Henn und Marie Madeleine Bellenger das in der Kup­ferstadt vorhandene Wasser thematisierten. Im Rahmen des „Artibus“-Spezials „Stolberg spiegelt sich wirklich“ schuf Henn Installationen an sechs Brücken in der Innenstadt, und Bellenger dokumentierte kunstvoll die Entstehung des Projekts in der Steinweg-Galerie im Burg-Center. „Das war sicherlich einer der vielen Höhepunkte in den drei Jahren Artibus mit Professor Dr. Boeminghaus“, sagt Max Krieger – und, dass er den Kurator als zuverlässigen und kompetenten Kooperationspartner ken­nengelernt habe: „Er hat sich stark für Artibus eingesetzt und oft auch Überraschungen in der Hinterhand gehabt, da er ein unermüdlicher kreativer Geist ist. Ich danke ihm für die gute Zusammenarbeit“, betont Krieger, der den Kurator-Wechsel der Ausstellungsreihe mit einem weinenden und einem lachenden Auge sieht: „Eine Veränderung birgt immer Risiken, aber auch Chancen. Ich bin bemüht, die Risiken zu minimieren und die Chancen zu nutzen“, erklärt der Stolberger Kulturmanager.

Erste Gespräche, um einen Nachfolger für Boeminghaus zu finden, habe er bereits geführt, und er sei zuversichtlich, bald eine vielversprechende Lösung präsentieren zu können.

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