Stolberg - Kranke Kinder sind für sie eine Herzenssache

Kranke Kinder sind für sie eine Herzenssache

Von: Michael Grobusch
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Die „Gräfin vom Herzen” hat ganz viel Herz: Gina-Maria sammelt gemeinsam mit ihrem Bruder und Pagen Nici während der gesamten Session Spenden für den Verein „Menschenskind”. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Als „Gräfin vom Herzen” steht sie in dieser Session häufig im Fokus der Öffentlichkeit. Doch Gina-Maria I. möchte ihre Popularität nutzen, um auch andere in den Blickpunkt zu rücken.

Es sind kranke Kinder, denen die amtierende Kinderprinzessin der KG De Wenkbülle helfen will. Jeden ihrer zahlreichen Auftritte verbindet die Zehnjährige deshalb mit einem Spendenaufruf für den Förderverein „Menschenskind”. Er hat sich seit vielen Jahren die Beratung und Betreuung kranker Kinder und ihrer Familien auf die Fahnen geschrieben und in Dr. Volker Siller einen Vorsitzenden, den die Unterstützung der Karnevalistin besonders freut.

„Ein sehr sozialer Mensch”

„Gina-Maria ist ein sehr sozialer Mensch”, weiß Sandra Kujawski. Deshalb war es für sie wenig überraschend, dass ihre Tochter die Gelegenheit beim sprichwörtlichen Schopfe packte und ihre Regentschaft nicht nur in den Dienst des Spaßes, sondern auch der guten Sache stellte. Auf jeder Sitzung trägt die Prinzessin nun ihr Anliegen vor.

Und wenn sie mit ihrer überzeugenden Art und ihrem natürlichen Lächeln ihr Anliegen vorträgt, tritt plötzlich Ruhe ein im Saal, in dem die Jecken zuvor noch auf den Tischen getanzt haben. Die eigens zu diesem Zweck von Gina-Maria verfasste Rede berührt die Karnevalisten immer wieder aufs Neue. Und so verwundert es kaum, dass es längst nicht beim Verkauf der Buttons bleibt, die die Wenkbülle-Regentin in 500-facher Ausführung hat anfertigen lassen, um sie für 50 Cent an den Narren zu bringen.

Ein großes Schwein macht mittlerweile bei jedem Auftritt die Runde. „Manche Leute haben sogar 20 Euro gespendet”, freut sich die Prinzessin über die große Resonanz auf ihre Aktion. Begleitet und unterstützt wird sie dabei von Zwillingsbruder Nici und Ren Pauls, die als Pagen in dieser Session ohnehin immer an ihrer Seite zu finden sind.

Doch nicht nur an sie geht ein großes Lob der Prinzessin. „Ich bedanke mich auch ganz herzlich bei Vera und Dieter Nellißen”, sagt die Fünftklässlerin an die Adresse der beiden Jugendleiter. Und nicht nur das: „Die ganze KG steht hinter Gina-Maria und ihrem Anliegen”, ist Sandra Kujawski begeistert über den Rückhalt in den Reihen der Donnerberger Gesellschaft.

Am Donnertag hatte Gina-Maria ihr großes Gastspiel bei Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Düsseldorfer Landtag, in Stolberg und der Region werden bis Fettdonnerstag noch gut 15 weitere folgen. Die Herstellung zusätzlicher Buttons ist wegen der großen Nachfrage bereits in Vorbereitung, und auch das Schwein wird bis dahin wohl noch so einiges zu „schlucken” haben. Am Ende, davon ist die junge Initiatorin überzeugt, wird dann ein stattlicher Betrag stehen, den sie „Menschenskind” überreichen kann.

Noch auf einem anderen Weg will die Prinzessin in Zukunft kranken Mädchen und Jungen helfen: Ihr Berufswunsch ist - dem Beispiel der Mutter folgend - Kinderkrankenschwester.
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