Kommunalwahlen: Republikaner treten in fünf Bezirken an

Von: Jürgen Lange
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Stolberg. „Mehr Demokratie wagen” hatte Willy Brandt bereits 1969 bei seiner Regierungserklärung gefordert - ein Wagnis, dass im Stolberger Parlament seit 1994 zunehmend praktiziert wird.

Inzwischen sitzen Vertreter von acht politischen Gruppierungen im 50-köpfigen Stadtrat. Für die nach der Wahl am 30. August verbleibenden 44 Sitze stellen sich neun Parteien und Wahlvereinigungen dem Votum der Bürger; acht davon schicken einen eigenen Kandidaten für das Bürgermeisteramt ins Rennen um die Gunst der Stolberger.

Um 18 Uhr am Montagabend endete die Frist, in der Bewerber ihre Unterlagen beim städtischen Wahlamt einreichen konnten, wo eine erste formale Prüfung der Unterlagen erfolgt. Beispielsweise auf die erforderlichen Unterstützungsunterschriften.

Fünf müssen es für einen Direktwahlbezirk zum Stadtrat sein, 45 für eine Reserveliste und 250 für die Bürgermeisterkandidatur - es sei denn, die Kandidaten gehören einer Vereinigung an, die bereits in der zu Ende gehenden Legislaturperiode in Stadtrat, Kreistag, Landtag oder Bundestag vertreten ist. Letztere Voraussetzung ist bei allen neun Gruppierungen der Fall.

Neben den bereits im Rat präsenten Parteien CDU, SPD, FDP, Grüne, UWG, Alternative Bürgerliste Stolberg (ABS), Linke und NPD treten in der Kupferstadt nun erstmals auch die im Kreistag sitzenden Republikaner den Stadtrat ins Visier. Allerdings stellen sie im Gegensatz zu den übrigen Mitbewerbern in nur fünf Wahlbezirken Kandidaten auf: 02 Atsch, 04 Unterstolberg/Mühle, 05 Oberstolberg, 07 Donnerberg sowie 21 Münsterbusch.

Entsprechend umfasst die Reserveliste fünf Personen. Sie wird angeführt von Wolfgang Maskos; der stellvertretende Kreisvorsitzende der Republikaner tritt ebenfalls an in der Entscheidung um das Bürgermeisteramt in Stolberg. Der 55-jährige Schlosser aus Atsch ist somit der achte Bürgermeisterkandidat.

Lediglich die Grünen haben auf eine eigene Kandidatur verzichtet und ihre Unterstützung für Amtsinhaber Ferdi Gatzweiler erklärt. Neben dem SPD-Vertreter stellen sich Paul M. Kirch (CDU), Bernd Engelhardt (FDP), Hans Emonds (UWG), Yvonne Vroomen (ABS), Mathias Prußeit (Linke) und Willibert Kunkel (NPD) der Entscheidung. Mit dem Verstreichen der Eingabefrist am Abend hat der Breiniger Künstler Win Braun, der bereits 1999 als Bürgermeister kandidiert hatte, seine Ankündigung nicht wahr gemacht, ebenfalls mit einer Liste anzutreten.

Vielfalt auch in der Städteregion

Nach einer ersten Sichtung durch das Wahlamt wird der Wahlausschuss am Donnerstag auf seiner öffentlichen Sitzung um 17 Uhr im Rathaus über die Zulassung der Bewerber entscheiden. Dann kann Walter Wahlen mit seinem knapp 20-köpfigen Team aus mehreren Ämtern die Bewerbungen bekanntmachen und die konkreten Vorbereitungen für den Wahltag angehen. Ähnlich ergeht es seinen Kollegen beim Kreis, wo der Wahlausschuss am Mittwoch entscheidet.

Vielfalt beherrscht auch die vier Städteregions-Wahlkreise in der Kupferstadt. In den rein Stolberger Wahlbezirken 31, 32 und 33 stellen sich sieben Parteien (CDU, SPD, FDP, Grüne, UWG, Linke, Republikaner) der Wahl; im Bezirk 30, der neben Breinig auch Kornelimünster umfasst, ist außerdem die Aachener Bürgerliste (ABL) vertreten.

Unter den sechs Kandidaten für das Amt des Städteregionsrates sind neben Helmut Etschenberg (CDU), Uwe Zink (SPD), Dr. Thomas Griese (Grüne) und Erich Spies (UWG) mit Uwe F. Löhr (Linke) und Dr. Werner Pfeil (FDP) auch zwei Stolberger vertreten - ebenso wie unter den derzeit sechs Kandidaturen für den Bundestag am 27.September.
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