Stolberg - Koalition: Bürgermeister soll mehr Wirtschaftsförderung machen

Koalition: Bürgermeister soll mehr Wirtschaftsförderung machen

Von: -jül-
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Stolberg. Vertagen wird die große Koalition die Vorlage von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler in der Sitzung des Stadtrates am Dienstag. Konkreter und umfassender sollen Konzepte dargelegt werden, wie er zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe beitragen wolle. Der Verwaltungschef hatte als Eckpunkte eine verbesserte Außendarstellung, eine Machbarkeitsstudie zur Breitbandversorgung, einen Ansiedlungswettbewerb und das Knüpfen zu Kontakten mit der chinesischen Stadt Fengcheng genannt.

Höflich im Stil, aber deutlich in der Sache reagierte heute die Koalition aus SPD und CDU auf die Vorstellungen des Bürgermeisters zur Wirtschaftsförderung am Standort Stolberg - auch vor dem Hintergrund des angekündigten Abbaus weiterer Arbeitsplätze bei Leoni Kerpen und Dalli. Dies werfe „erneut ein Schlaglicht auf den offenbar unaufhaltsamen Abbau von Arbeitsplätzen in der verarbeitenden Industrie unserer Stadt“, sagt Dieter Wolf (SPD). Dieser Entwicklung müsse sich die Kupferstadt mit ganzer Kraft entgegenstellen. „Mit dem Abbau weiterer Arbeitsplätze und der ausbleibenden Ansiedlung neuer, zukunftsfähiger Industrien besteht die Gefahr des unaufhaltsamen Niedergangs“, mahnt CDU-Kollege Dr. Tim Grüttemeier, dass Stolberg bereits heute unter der höchsten Arbeitslosigkeit in der ganzen Region leide.

"Die Koalition hat darauf reagiert, in dem sie unmittelbar dem Bürgermeister die Verantwortung für die Wirtschaftsförderung persönlich übertragen hat“, unterstreichen die beiden Fraktionsvorsitzenden die Erwartungshaltung, „das das Bewusstsein für die zwingende Notwendigkeit, mehr für die Sicherung und die Schaffung von Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe zu tun, geschärft wird.“

Weil der Tagesordnungspunkt „Neue Impulse für eine engagierte Wirtschaftsförderung“ dem Verwaltungschef die Möglichkeit bieten könnte, konkreter und umfassender darzulegen, mit welchen Konzepten Gatzweiler diese enorm wichtige Aufgaben angehen wolle, soll er auf die Juli-Sitzung des Rates vertagt werden. Und der Bürgermeister solle darlegen, welche neuen örtlichen Initiativen greifen können, wie Stolberg sich besser in überörtliche Aktivitäten einbringen könne, welche Netzwerke geknüpft werden müssen, wie die Stadt sich aktiv in die Initiativen der Städteregion und des Zweckverbandes Regio Aachen einbringen werde, um die Deindustrialisierung zu stoppen, der Kupferstadt eine Perspektive zu eröffnen und zu alter Stärke zurück zu finden.

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