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KME bekennt sich zum Standort Stolberg

Von: Jürgen Lange
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Liegt wie eine Insel östlich der Vicht in der Innenstadt: Das KME-Werk mit seiner Lieferachse über die Kupfermeisterstraße (Mitte) sowie der Verwaltung an der Frankentalstraße (oben rechts). Am rechten Bildrand sind das Kulturzentrum und Josefshaus, unten die Salmstraße mit Woolworth zu erkennen. Foto: J. Lange

Stolberg. „Das waren schlimme Zeiten für uns”, blickt Leo Bergstein noch einmal auf das vergangene Jahr, wohl eines der schwierigsten in der langen Tradition des Metallwerkes Stolberg, zurück. Eine schwierige Zeit, in der die Muttergesellschaft KME Germany AG & Co. KG den Stolbergern den Rücken stärkte.

Der Abbau von Arbeitsplätzen aufgrund mangelnder Auslastung durch die Wirtschaftskrise war unvermeidlich, von ursprünglich 70 geplanten mussten 57 Stellen gestrichen werden, davon 47 mit betriebsbedingter Kündigung. „Aber letztlich ist mit allen Betroffenen eine einvernehmliche Regelung getroffen worden”, betont der Werksleiter.

Doch immer stärker vertreibt ein frühlingshafter Sonnenschein die düsteren Wolken der Vergangenheit für das Werk an der Kupfermeisterstraße. Was sich im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres tendentiell andeutete und zum Ausstieg aus der Kurzarbeit führte, setzt sich positiv fort: „Heute haben wir eine sehr gute Auftragslage”, freut sich Bergstein. Die Belegschaft fährt wieder Überstunden. Damit können die weit ins Minus gefahrenen Zeitkonten wieder aufgefüllt und ausgeglichen werden. Ein Stück Normalität kehrt zurück in das Metallwerk.

„Bis in den Sommer ist eine gute Auslastung gegeben”, muss Bergstein aber einschränken, dass die Zeit danach derzeit noch mit einer großen Planungsunsicherheit behaftet ist. Sie hängt wesentlich ab von der Entwicklung der Automobilindustrie. Überwiegend die europäischen Hersteller stellen zu 90 Prozent die Abnehmer für die qualitativ hochwertigen Produkte aus der Kupferstadt.

„Aber wir sind jetzt mit unseren 240 Beschäftigten sehr gut aufgestellt”, lobt Leo Bergstein: „Das ist eine tolle Truppe mit Zukunft”. Und damit das Metallwerk für die Zukunft besser gerüstet ist und den Herausforderungen im Geschäftsbereich Konnektoren wirkungsvoll begegnen kann, werden bei der KME im Werk Stolberg die Leitungsfunktionen neu geordnet.

Dabei legt der Mutterkonzern seine Schwerpunkte auf eine Intensivierung der Kunden- und Marktentwicklung sowie auf die Stärkung und Weiterentwicklung der Kompetenz. Innovation ist das wichtige Schlagwort dabei. In bester Kupfermeister-Tradition will das Werk seine Nase noch weiter vorne haben mit eigenen Ideen bei neuen Entwicklungen, Technologien und dem Erschließen neuer Absatzmärkte.

Aus diesen Gründen werden zwei neue Funktionen begründet: Die Leitung der „Internationalen Marktentwicklung und des Key Account Managements” übernimmt Vertriebsspezialist Michael Glowa, die Leitung des „Innovation Centers” die Ingenieure und Metallurgen Dr. Bernhard Dahm und Dr. Holger Warnecke.

Das führt auch zu Veränderungen der (bislang) klassischen Leitungsfunktionen an der Kupfermeisterstraße. Die Leitung der Produktion liegt in den Händen von Eugen Galos mit seinen Fertigungsleitern Manfred Leufgens und Andreas Sieberichs, Technologie und Qualitätsentwicklung verantwortet Martin Hohlstein sowie Vertrieb und technisches Marketing Johann Jüsten.

„Diese organisatorische Neuausrichtung ist ein klares Bekenntnis unserer Muttergesellschaft zum Standort Stolberg”, unterstreicht Leo Bergstein die Bedeutung der neuen Strukturen. Dies dokumentieren auch die geplanten Investitionen in die mechanische und technische Optimierung des Maschinenparks sowie in die Reintegration des nach Aachen ausgegliederten Fertigwarenlagers. Rund eine Million Euro sollen dazu in den Standort inverstiert werden. Und der ist konzernweit angesehen für seine flexiblen, spezifizierten, innovativen und qualitativen Lösungen.

Alle Auszubildende in Stolberg übernommen

Das deutliche Signal des KME-Vorstandes in eine positive Zukunft des Produzenten von Konnektoren am Standort Stolberg wird auch dokumentiert durch die Übernahme des Ausbildungsjahrgangs. „Die Jungs haben alle eine hervorragende Leistung hingelegt”, lobt Leo Bergstein die Leistungen nach Vorbereitungs- und dreieinhalbjähriger Ausbildungszeit zum Mechatroniker. Übernommen werden Jens Hillemann, Tristan Schaaf, Felix Kalmuth und Raoul Cardenas-Taberno.

KME bildet in Stolberg pro Jahrgang vier Lehrlinge aus, wobei im Falle weiterer positiver Entwicklung und mit Blick auf die Altersstruktur im Werk auch an neue Wege gedacht wird: die Ausbildung zu Verfahrensmechanikern, Elektrikern, Elektronikern und Industriemechanikern. „Dann dürfte die Zahl der Ausbildungsplätze auch ausgeweitet werden”, so Bergstein.
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