Kleinkunst vom Feinsten macht bei ihrer Premiere große Freude

Von: Toni Dörflinger
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Multitalent: Geschickt schweißt Elmar Christoffels (Mitte) Bälle in die Luft, assistiert von Martina Küpper und Kenny Sehle. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Breinig. Franz Körfer trägt ein bis zum Boden reichendes weißes Nachthemd und singt die Story vom Nachtgespenst. Elmar Christoffels und Kenny Sehle haben sich als Clown verkleidet und tragen eine gestenreiche Pantomime vor: Solche Szenen waren typisch für die als Kleinkunst bezeichnete Vorführung, die im Pfarrheim „Goldener Stern” rund 80 Menschen begeisterte.

Brigitte Sehle und Franz Körfer

Unter dem Motto „You never walk alone” hatten zwei unterschiedliche Gruppen - die von der Idee getragen wurden Comedy, Kabarett und Gesang zu einer flotten Revue zu vereinigen - ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet.

Es war eine Premiere in Breinig, die auf Anhieb gelang und den Wunsch aufkommen ließ: „mehr davon”. Denn noch niemals zuvor standen das aus Breinig stammende Duo „Voice´n Piano” und die in Kreuzau beheimatete Gruppe „Lari Vari” gemeinsam auf der Bühne.

Das Programm begann mit einem Stepptanz, den Christoffels gekonnt vorführte. Danach hieß es Bühne frei für den 13-jährigen Kenny Sehle, der mit Christoffels als Partner, eine von jugendlichem Schwung und unkomplizierter Leichtigkeit geprägte Show vortrug. Die Gesangspartien wurden weitgehend von Franz Körfer und Martina Küpper gestaltet.

Küpper und Körfer treten seit 2001 als „Duo Voice´n Piano” auf und kennen sich von der gemeinschaftlichen musikalischen Arbeit in den von Körfer geleiteten Chören St. Barbara und Kleiner Chor Breinig. „Lari Vari” ist hingegen 2005 entstanden und hat sich als eine aus der Region Düren stammende Kleinkunsttruppe auch in der hiesigen Region einen Namen gemacht.

Begründet hat das von den beiden Gruppen initiierte Gemeinschaftsprojekt die Verbundenheit zwischen Brigitte Sehle und Franz Körfer, die sich in den 80er Jahren beim Studium an der Kölner Musikhochschule kennenlernten.

Des weiteren hat die Familie Sehle, deren Angehörigen die Mehrzahl der Gruppe „Lari Vari” stellen, Anfang der 80er Jahre in Breinig gelebt. Kein Wunder, das bei soviel Gemeinsamkeit die einzelnen Programmpunkte wie am Schnürchen klappten.

Unterschiedliche Rollen

Teamgeist und schauspielerisches Können kamen auch beim „Olivenschiffchen”, dem „Streifenhörnchen” und der „Geniale Professor” zum Tragen. Die einzelnen Darbietungen wurden gemeinschaftlich oder im Wechsel vortragen.

Die Zuschauer hatten ihre Freunde an den engagiert vorgetragenen und auf hohem Niveau stehenden Stücken. Sie sparten nicht mit reichlich Applaus.

So empfahl sich Elmar Christoffels als Erfinder, der aus Trinkwasser Leuchtmittel herstellte und Martina Küpper glänzte in ihrer Rolle als Gesangsstar, die das Stück „Kann denn Liebe Sünde sein” vortrug. Geprägt wurde die gesamte Vorstellung neben Franz Körfer, der die Moderation, das Klavierspiel und einzelne Gesangspartien übernommen hatte, von Christoffels. Er beherrschte mehrere Rollen. Sei es als trickreicher Jongleur, tänzerisch begabter Schotte oder akrobatisch visierter Pantomime; Christoffels verstand es, das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Die Vorstellung endete mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Was wollen wir trinken, sieben Tage lang, so ein Durst”.
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