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Kleinen Gäste kommen beim Neujahrsempfang groß raus

Von: Michael Grobusch (Text) und Heike Eisenmenger (Fotos)
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Einen ebenso entzückenden wie mitreißenden Auftritt boten die Mädchen und Jungen der städtischen Kita Foxiusstraße, die sich „Gedanken zum Jahreswechsel“ gemacht hatten und diese in Form von Liedern und kleinen Theaterstücken übermittelten.

Stolberg. An diesem Vormittag kamen die Kleinen ganz groß raus. Kein Zweifel: Die Mädchen und Jungen der städtischen Kita Foxiusstraße und die Fünft- und Sechstklässler der Gesamtschule sorgten für die Höhepunkte beim gestrigen Neujahrsempfang der Stadt Stolberg. Erfrischend und sehr unterhaltsam war das gut zweieinhalbstündige Programm. Das lag in erster Linie an den jungen Protagonisten.

Aber auch die zahlreich vertretenen Politiker hatten ihren Anteil, denn es ging gänzlich unpolitisch zu im Zinkhütter Hof – und das gut vier Monate vor den Kommunalwahlen.

Der Bürgermeister machte es vor. Ferdi Gatzweiler sparte sich bei der Begrüßung jegliche Anspielung auf den beginnenden Wahlkampf und beschränkte sich in seinen Ausführungen auf ein Lob für die Umgestaltung der Stolberger Schullandschaft und die Ankündigung, die Vermarktung von Camp Astrid noch stärker in den Fokus zu rücken.

In diesen gerieten danach im Industriemuseum vor allem die Gesamtschüler. Ihnen wurde von der Initiative „Aktion Courage“ die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Gerade einmal anderthalb Jahre ist es her, dass die neue Schulform am Sperberweg eröffnet worden ist. Der erste Jahrgang war sich schnell einig, sich um den Titel zu bemühen und sammelte fleißig Unterschriften.

Denn mindestens 70 Prozent aller Schulmitglieder müssen eine Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben, in der sie versichern, gegen Diskriminierung zu sein und sich bei Bedarf auch aktiv einzuschalten. „Wenn alle so denken und handeln wie ihr, dann wird das ein gutes Jahr 2014“, betonte Ulla Schmidt. Die Bundestagsvizepräsidentin hat die Patenschaft für die Gesamtschule übernommen und will sie in dieser Funktion auch in Zukunft unterstützen.

„Ich finde es toll, dass ihr euch nicht nur gegen Rassismus, sondern gegen jede Art von Diskriminierung einsetzt“, lobte die ehemalige Bundesgesundheitsministerin und mahnte zugleich: „Diese Auszeichnung ist kein Preis, sondern eine Verpflichtung, sich auch in Zukunft weiter zu engagieren.“ Schmidt warb vehement für das Recht aller Menschen auf volle gesellschaftliche Teilhabe und forderte die Zuhörer auf, sich tagtäglich mit ihrem Handeln für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben einzusetzen. Und sie unterstrich: „Vielfalt ist keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung.“

Das hatten die Kinder der Kita Foxiusstraße zuvor schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mädchen und Jungen unterschiedlichster Herkunft beteiligten sich an den „Gedanken zum Jahreswechsel“, sangen Lieder, trugen Gedichte vor, zeigten kleine Theaterstücke und traten als Glück bringende Schornsteinfeger, Fliegenpilze und Marienkäfer auf. Dabei sie rissen das begeisterte Publikum förmlich mit, das sich am Ende der Vorführung gerne auffordern ließ, aufzustehen, den Nachbarn die Hände zu reichen und mitzusingen.

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