Stolberg-Münsterbusch - Kleine Künstler mit dem Mut zum freien Schaffen

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Kleine Künstler mit dem Mut zum freien Schaffen

Von: Johannes Mohren
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Stolz auf die eigenen künstle
Stolz auf die eigenen künstlerischen Leistungen präsentierten die Kinder der Klasse 3 der Förderschule Talstraße jetzt ihre Werke. Mit ihnen freuen sich Lehramtsanwärterin Lea Hoffmann (l.) und Schmuckdesignerin Petra Rink (2.v.r). Foto: J. Mohren

Stolberg-Münsterbusch. Für zwölf Drittklässler der Förderschule Tal-straße war der Donnerstag jedes Mal ein echter Freudentag. Ein ganzes Jahr lang. Denn dann kam jeweils für zwei Stunden Petra Rink ins Haus.

Die 49-Jährige ist Schmuckdesignerin und hat in Breinig ein eigenes Atelier. „Ich könnte ewig mit den Schülern weiterarbeiten. Sie sind mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen”, sagte sie nun. Doch es ist Schluss, das Jahr ist vorbei - und damit auch das Projekt „Natürlich: Kunst”, das im Rahmen des NRW-Landesprogramms „Kultur und Schule” an der Förderschule Tal-straße realisiert worden ist.

Zum Abschluss gab es jetzt eine Präsentation in der Förderschule. Alles, was seit Herbst 2011 von den zwölf Schülern geschaffen worden war, wurde ausgestellt. „Die Kinder haben wirklich schnell gelernt”, betont Rink. Es sind enorme Lernfortschritte, die auf den großen, bunten Ausstellungswänden regelrecht mitzuerleben sind. „Anfangs war schon noch eine gewisse Skepsis da. Doch Stück für Stück haben die Schüler sich immer mehr getraut, sich wirklich frei auszudrücken und in der Kunst zu entfalten”, fügt die Schmuckdesignerin hinzu.

Auch sie ist sichtlich stolz, wenn sie die künstlerischen Leistungen sieht, die die Kinder - acht bis elf Jahre alt und mit einem Förderschwerpunkt im Bereich Lernen oder soziale und emotionale Entwicklung - in den gut zehn Monaten erbracht haben. Alle diese kleinen und großen Kunstwerke sind mit gemeinsamen Erlebnissen und Erfahrungen verbunden.

Zusammenhalt in der Klasse

„Die zwei Kunststunden in der Woche haben auch den Zusammenhalt in der Klasse merklich gestärkt. Das soziale Miteinander wurde ganz bewusst geschult, ebenso wie die Ausdauer, über einen längeren Zeitraum hinweg an einer Arbeit festzuhalten”, berichtet die Lehramtsanwärterin Lea Hoffmann, die das kreative Projekt seitens der Förderschule betreut und im Rahmen ihrer zweiten Examensarbeit auch wissenschaftlich begleitet hat.

Eine wichtige Rolle spielte in dem knappen Jahr stets die Natur: Ihre Einbeziehung in die Kunst war das Oberthema des Projekts, und dementsprechend oft ging es mit den Drittklässlern raus an die frische Luft, um Materialien für die späteren Werke zu sammeln.

Reise durch die Jahreszeiten

Blätter, Kastanien oder Tannenzapfen wurden direkt in den künstlerischen Prozess eingebaut, so dass der spannende Rundgang durch die Ausstellung gleichzeitig zu einer Reise durch die Jahreszeiten wird: Schneefänger aus Zweigen und Kastanien aus dem anbrechenden Winter, liebevoll ausgestaltete Höhlen aus Schuhkartons aus den bitter kalten Monaten, Regenmacher sowie Wetterbilder aus dem verregneten Frühjahr und vieles mehr verweisen auf einen langen Weg mit der Kunst - dessen Ergebnisse die Kinder sichtlich stolz den Gästen präsentierten.
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