Stolberg - Kleine Exponate kommen in der Burggalerie groß raus

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Kleine Exponate kommen in der Burggalerie groß raus

Von: Toni Dörflinger
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Kleiner Stromerzeuger: Ulrike Freh gehört einem Dreierteam an, das während des Physikunterrichs am Aachener St. Ursula-Gymnasium ein Windrad erstellt hat. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Detailtreue und Präzision prägen die Objekte bei der von Karl Meurer organisierten Ausstellung, die er im Auftrage des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins seit dem Wochenende in der Galerie der Burg zeigt.

Im Mittelpunkt der Schau steht der Modellbau mit detailgetreuen Nachbildungen aus den Bereichen Schiff- und Luftfahrt. Ergänzt wird die Präsentation, die den Titel „Modelle - Träume in Miniatur” trägt, durch Nachbauten, die dem Fahrzeugbau entstammen oder als Miniatur-Windrad sogar Strom erzeugen können.

Präsentiert werden die Modelle in Vitrinen, auf Tischen oder auf dem Boden stehend. Eine große Rolle spielen zwei Stolberger Vereine, die ihre Aktivitäten dem Nachbau von Schiffen und Flugzeugen gewidmet haben. So hat der Schiffsmodellclub Stolberg rund 15 Originale beigesteuert, worunter sich auch eine fahrtüchtige Motorjacht und ein wassererprobter Fischkutter befinden. Riesige Dimensionen liebt die Fachgruppe Modellbau des Stolberger Luftsportvereins, die Flugzeugnachbauten mit großen Spannweiten und beachtlichen Rumpflängen zeigt.

Der Club, der seine Modelle auf „Gut England” in der Nähe von Eilendorf erprobt, hat die Burggalerie mit rund 25 Darstellungen bestückt, unter denen sich der Nachbau einer chinesischen Transportmaschine und eines amerikanischen Kampfjets befinden. Beeindruckend sind die Ausmaße. So hat Leo Stollenwerk ein Flugzeug gebaut, dessen Tragflächen eine Länge von 4,50 Meter aufweisen. Beachtlich ist auch das Modell von Rainer Mennicken, dessen als „Dornier” bezeichneter Nachbau es auf eine Flügelspannweite von 3,25 Meter bringt.

Detailgetreue Überlandbusse

Aus Köln stammt der 42-jährige Detlef Bossmann, der die Nachbildungen von US-amerikanische Fahrzeugen der 50er, 60er und 70er Jahre präsentiert. Neben detailgetreuen Überlandbussen sind auch Miniaturen zu sehen, die Bossmann auf schrottreif getrimmt hat. Durch die Verfremdung wirken die kleinen Fahrzeugmodelle wie Unfallwagen oder Autos, die dem Verfall preisgegeben sind.

Ergänzt wird die Ausstellung unter anderem durch ein kleines betriebsfähiges Windrad von Schülerinnen des Aachener St. Ursula-Gymnasiums sowie ein Diorama, das eine deutsche Fernmeldeeinheit während des Afrikafeldzuges darstellen soll.

2011 wird die Ausstellungsserie fortgesetzt mit der 170-jährigen Geschichte des an der Rhenaniastraße liegenden Bahnhofs. Im Mittelpunkt soll die Entwicklung der „Rheinischen Eisenbahngesellschaft” stehen, die 1841 die Strecke von Aachen nach Köln erbaute.
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