Kleiderstube im Josefshaus ist eine wichtige Stütze für Menschen in Not

Von: Antonina Dagge
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In der Kleiderkammer wird jedes Teil begutachtet, sortiert und ausgelegt: Mina Wolf macht das ehrenamtlich und routiniert. Foto: J. Lange

Stolberg. Kleidung zu einem geringen Preis. So versucht der SkF Frauen und ihren Familien zu helfen, die in finaniziellen Schwierigkeiten sind. In der Kleiderkammer des SkF-Stolberg findet man alles, was man an Kleidung für sich oder die Familie benötigt. Von Gummistiefeln bis zu Kleidern und Jaketts, von Socken bis zu Mänteln, von Babybekleidung bis zum Kinderwagen.

„Es kommen die verschiedensten Leute hierher, die Sachen suchen”, sagt Sabine Marutschke, die hauptamtliche Mitarbeiterin der Kleiderkammer.

Der Sozialdienst katholischer Frauen Stolberg (SkF) ist ein Frauenverband der katholischen Kirche, der sich der Hilfe für Kinder, Jugendliche, Frauen und ihren Familien in besonderen Lebenslagen widmet. Er umfasst als Fachverband im deutschen Caritasverband 230 Ortsgruppen, wovon sich elf im Bistum Aachen befinden.

Gegründet wurde der Verein am Anfang des vergangenen Jahrhunderts von Agnes Neuhaus in Dortmund, in Stolberg entstand der SkF 1913 und im Laufe der Jahre haben sich hier mehrere Beratungsstellen eingefunden, die sich auf vier verschieden Bereiche beziehen: Beratung, Information, Förderung und Unterstützung.

In dem Geschäft, welches insgesamt vier Räume einschließt, findet man Kleiderstangen voller Blusen und Jacken, Regale mit warmen Decken, Handtüchern, Bettwäsche, Hosen und T-Shirts und im Eingangszimmer stapeln sich sogar Spiele, Bücher und Kassetten für Kinder.

„Die Leute spenden alles mögliche und wir verkaufen die Sachen zu einem geringen Preis”,so Sabine Marutschke, während hinter ihr Mina Wolf, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin, fleißig die neue Kleidung begutachtet, aussortiert und zusammenlegt.

In der Stube arbeiten, verteilt auf die Wochentage (ausgenommen freitags), fünf weitere Ehrenamtler. Sie alle sorgen dafür, dass die Kleidung sorgfältig ausgesucht, gefalten und einsortiert wird. Nora Kaußen-Jensen, Leiterin der Beratungsstelle in Stolberg, ist sehr glücklich darüber, dass sich so viele Menschen ehrenamtlich engagieren.

„Unsere Ehrenamtler managen den Laden auch zu einem großen Teil alleine. Sie sind alle sehr bemüht, schließlich ist es auch sehr viel Arbeit. Die Dinge in so einer Enge, zu präsentieren, dass sie auch ansprechend sind, ist nicht einfach”, lobt Nora Kaußen-Jensen ihre Mitarbeiter lächelnd.

Allerdings gibt es unter den gutgemeinten Spenden auch gewisse schwarze Schafe, wenn „ uns nur Dreck und Müll vor die Türe” gestellt wird. Mit sowas können sowohl die Mitarbeiterinnen als auch die Kunden nichts anfangen. Folglich müssen diese Sachen weggeworfen werden.

„Aber”, fügt Kaußen-Jensen beschwichtigend hinzu, „das sind wirkliche Ausnahmen.” Denn um dies zu vermeiden, teilen sie ihren Spendern von vornherein mit, dass man nur die Dinge annehme, die in einem guten Zustand vorgefunden werden.

Das bedeute vor allem, dass sowohl Schuhe als auch Kleidung sauber und unversehrt und Spiele, Kinderwagen, Bücher, oder ähnliches, möglichst ohne Makel gespendet werden. Denn wer will schon seinen Kindern kaputtes Spielzeug oder dreckige Kleidung kaufen?

Im Großen und Ganzen bietet die Kleiderstube im Josefshaus vielen Menschen aus der ärmeren Befölkerungsschicht eine willkommene Möglichkeit, ihren Kindern oder auch sich selbst, etwas Gutes zu tun.

Und um das allerdings weiterführen zu können, braucht man auch weiterhin Unterstützung, denn „wir sind schon darauf angewiesen, dass die Leute uns Sachen geben, die weitergegeben werden können”, so Nora Kaußen-Jensen.

Adresse und Öffnungszeiten

Die Kleiderkammer des SkF in der Kupfermeisterstraße 6 nimmt zu folgenden Zeiten Kleider an: montags und donnerstags von 9 bis 11.30 Uhr, dienstags 9 bis 11 Uhr, mittwochs 9 bis 11 Uhr und 14 bis 17 Uhr.

Verkauf ist dienstags und donnerstags von 9 bis 11 Uhr und mittwochs von 14 bis 17 Uhr.

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