Klassik, Jazz und Pop zur Förderung der Musik

Von: Dirk Müller
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Im sehr gut besuchten Museum Zinkhütter Hof begeistern die jungen Instrumentalisten der Musikschule Merz bei dem großen Benefizkonzert zugunsten des Vereins Musica Stolberg das Publikum. Hier gestaltet das Orchester mit Camille Saint-Saëns‘ „Der Karneval der Tiere“ das Finale. Foto: D. Müller

Stolberg. Mit einem eindrucksvollen Konzert haben die Akteure der Musikschule Merz unter Beweis gestellt, dass die Zukunft der Kupferstadt eine klangvolle sein wird. Mehr als 50 Musikschüler spielten in sechs verschiedenen Ensembles im Multifunktionssaal des Museums Zinkhütter Hof, um mit dem Benefizkonzert den Verein Musica Stolberg zu unterstützen, der wiederum die musikalisch-pädagogische Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen im Rahmen einer freien Musikausbildung fördert.

So begrüßte Herbert Merz die zahlreichen Gäste im Zinkhütter Hof zunächst in seiner Funktion als Vorsitzender des Anfang 1996 gegründeten Fördervereins und versprach nicht zu viel, als er ein abwechslungsreiches Konzert ankündigte.

Streicher, Flötisten, Gitarristen

Von Klassik über Jazz, Filmmusiken und Pop reichte die Bandbreite, so dass das rund eineinhalbstündige Musikerlebnis kurzweilig geriet und die Zuhörer begeisterte. Der Streicher-Spielkreis stimmte unter der Leitung von Martina Blömer mit Tabea Marx am Flügel und Maren Paulmann am Violoncello ansprechend mit dem melodischen „The wise Man’s Song“ ein und steuerte unter anderem auch ein Menuett von Jean-Baptiste Lully zu dem Konzert bei. Ebenso virtuos präsentierte sich auch das von Gabriele Sous geleitete Flötenensemble, das locker-leicht Alexander Hanselmanns „Tobi’s Rag“ intonierte. Das Gitarrenquartett bot anschließend das lieblich verträumte „Danza Andaluza“ von Eythor Thorlaksson voller fließender Harmonie dar.

Cajon-Unterstützung

Von Barbara Verdecia geleitet, zupfte das Quartett mit Unterstützung von Elia Schütz am Cajon rhythmisch überzeugend Michael Jacksons „Billie Jean“, bevor jazzige Klänge das Auditorium verzückten. Das Saxofon-Ensemble (Leitung Johannes Flamm) überzeugte mit dem verspielten „Just for Show“ sowie mit „When the Saints go marching in“ durch sichere Intonierung und viel Gefühl für die Dynamik.

Das von Frank Rebien geleitete Modern-Sound-Orchester steigerte sich nach dem getragenen Beginn von „Flashdance (What a Feeling) temperamentvoll und ließ daraufhin mit Stücken wie dem durch „Earth, Wind & Fire“ bekannt gewordenen Pop-Titel „September“ oder Tito Puentes „Oye como va“ die Tanzbeine im Publikum zucken.

Finale mit großem Orchester

Das Finale des rundum gelungenen Benefizkonzertes bestritt das glänzend aufgelegte große Orchester der Musikschule. Unter der Leitung von Kantor Herbert Merz, mit Ludmilla Kusnarev am Violoncello, Maria Mironova als Sprecherin und von Diana Jianu am Flügel begleitet, brillierte das 25-köpfige Ensemble in allen 14 Sätzen von Camille Saint-Saëns‘ „Der Karneval der Tiere“. Die jungen Instrumentalisten erweckten Hühner, Schildkröten, Kängurus, Kuckuck und Co. musikalisch zum Leben, verliehen dem Schwan Grazie und dem Löwen kraftvolle Präsenz. Doch es ging bei diesem Karneval nicht nur animalisch zu: Mit Spielfreude wie Können gleichermaßen, gelang es dem Orchester auch, die von Saint-Saëns eingestreuten persiflierenden Elemente, in denen er Komponistenkollegen parodiert, souverän umzusetzen.

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