Klassik für alle Generationen mit hochrangigen Künstlern

Von: Christoph Hahn
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Stolberg. Fünf Jahre schon lebt Anthony Reiss in Stolberg. Doch bloß in der Kupferstadt wohnen wollte der aus England stammende Flötist nicht – engagieren wollte er sich immer auch, zum Beispiel als Leiter einer Musik-Arbeitsgemeinschaft an der Sekundarschule.

Mit zwei Konzerten – je eines für junge Menschen und eines vorrangig, aber nicht nur für ein etwas reiferes Publikum – will der Künstler und ehemalige Hochschullehrer Reiss seine Mit-Stolberger von der im guten Sinne prägende Kraft der Klänge überzeugen.

Für die beiden Kulturereignisse am Samstag, 29. März, 19.30 Uhr, und am 31. März, 14 Uhr, hat der gebürtige Londoner Musiker mit ins Boot geholt, die – obwohl jung an Jahren – sich als reife Persönlichkeiten erwiesen haben. Die Mitglieder des Eliade-Trios, das über die Auftritte im Museum hinaus seine Meisterschaft auch in Würselen erweisen will, haben in der Tat schon früh von sich hören lassen.

Claudia Bara, die aus Rumänien stammt, zum Beispiel: Sie saß schon im zarten Alter von fünf Jahren am Flügel und gewann mit acht Lenzen den 1. Preis beim Mozart-Klavierfestival in ihrem Heimatland. Aus dem kommt auch der Geiger George Tudorache, der junge Konzertmeister des weltberühmten London Philharmonia Orchestra. Und, was Wunder: Auch der Dritte im Bunde, der aus Peru stammende Cellist Johann Bohorquez, spielte schon mit elf Jahren als Solist mit dem Philharmonischen Orchester von Lima.

Das Programm verbindet so unterschiedliche Werke wie das Trio „Elegiaque“ von Rachmaninow und Mendelssohns Trio in d-Moll Nr. 1 mit Astor Piazzollas vom Tango inspirierten „Vier Jahreszeiten“. Damit dieses Spektrum auch beim Jugendkonzert, für das die Karten über die Schulen der Stadt verteilt wurden, den Junioren im Publikum zugänglich bleibt, tritt am 31. März Initiator Reiss, der das Projekt im Rahmen der Konzertreihe „Quintessence“ lanciert hat, auch als Moderator auf.

Um das alles zu verwirklichen, hat sich der umtriebige Organisator mit Bürgermeister Ferdi Gatz­weiler vernetzt. Der zeigte sich im Gespräch mit unserer Zeitung vom Kontakt mit Reiss sehr angetan – „Seit drei Jahren genieße ich, wenn er mich besucht“ – und hat die ihm so angetragene „Idee, hochrangige Künstler in die Stadt zu holen“, bald zu seinem Anliegen gemacht, schon weil er sich davon einen „vernünftigen Mehrwert für Stolberg“ verspricht. Darum gilt auch: Fortsetzung nicht ausgeschlossen, zumindest, wenn es nach Anthony Reiss geht. Der weiß auch schon, wie das Projekt fortgeführt werden soll: „Einmal im Frühjahr, einmal im Herbst“ soll es künftig Klassik mit charismatischen Interpreten geben, die mit ihrem Spiel Junioren erreichen und dabei die Erwachsenen nicht abseits stehen lassen.

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