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Kita-Plätze: Stadt steht vor großer Herausforderung

Von: gro
Letzte Aktualisierung:
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Rechenspiele: In die Schaffung von Betreuungskapazitäten muss in Stolberg in den kommenden vier Jahren sehr viel Geld investiert werden. Bis auf die Caritas Lebenswelten GmbH gibt es bislang keinen freien Träger, der Interesse bekundet hat.

Stolberg. Willi Seyffarth ist derzeit auf mehreren Baustellen unterwegs. In diesen Tagen laufen die Anmeldungen für das Kindergartenjahr 2009/10 auf Hochtouren. Das neue Kinderbildungsgesetz (Kibiz) sieht vor, dass die Kommunen immer bis zum 15. März den jeweiligen Bedarf an Betreuungsplätzen in Düsseldorf melden müssen.

Auf dieser Basis werden dann die Gruppenformen und Betreuungszeiten festgelegt - und damit nicht zuletzt auch die personellen Kapazitäten.

Erst zum zweiten Mal nimmt das städtische Jugendamt diese aufwändigen Prozedur vor und ist deshalb noch weit von einem Routineablauf entfernt.

Parallel zum Anmeldeverfahren führen Amtsleiter Seyffarth und seine Kollegen Verhandlungen mit den freien Trägern. „Wir überprüfen, ob es Optionen für eine Umwandlung in Gruppen mit unter Dreijährigen gibt und welche Träger eventuell ein Interesse an der Schaffung zusätzlicher Plätze haben”, nennt Seyffarth die Kernpunkte der Verhandlungen.

Kein freier Träger bereit

Große Erfolgsaussichten scheinen sich jedoch nicht zu bieten. Zwar wollte der Amtsleiter den Stand der Gespräche am Montag (noch) nicht kommentieren. Dem Vernehmen nach ist aber wohl kein freier Träger bereit bzw. finanziell in der Lage, bestehende Einrichtungen durch den kostenintensiven Bau zusätzlicher Räumlichkeiten zu erweitern. Im Gegenteil: Zwei katholische Pfarrgemeinden ziehen sogar die Abgabe ihrer Einrichtung an einen anderen Träüger in Erwägung.

So deutet vieles darauf hin, dass die Verantwortung zur Schaffung ausreichender Kapazitäten bis 2013 - dann greift der Rechtsanspruch auf einen Platz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr - allein an der Stadtverwaltung hängen bleiben wird. Was das in der Praxis bedeutet, kann derzeit noch niemand sagen und beziffern.

Fünf neue Kitas sieht der Soziologe Wolfgang Joußen als ein Muss für Stolberg an. Der von ihm erstellte Jugendhilfeplan geht von mindestens 330 U3-Betreuungsplätzen aus, die in vier Jahren zur Verfügung stehen müssen. Die Stadt steht deshalb vor einer gewaltigen Herausforderung - zeitlich und auch finanziell.
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