Kirche St. Mariä Empfängnis: Jubiläumskonzert mit feinen Nuancen

Von: mlo
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Der Kleine Chor begeisterte mit seinem Konzert. Foto: M.L. Otten

Stolberg-Dorff. Den Festreigen zum 150-jährigen Bestehen der Kirche St. Mariä Empfängnis in Stolberg- Dorff beschloss am Sonntagabend der Kleine Chor Breinig-Schevenhütte mit einem mitreißenden Chorkonzert.

Der Kleine Chor hat sich vor 23 Jahren anlässlich einer Hochzeit formiert und in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf erworben. Dies verdankt er der bewährten Leitung von Kirchenmusiker Franz Körfer. Die mehr als 20 Damen und Herren gestalteten das Konzert auf hohem musikalischem Niveau. Sie überzeugten nicht nur mit großer klanglicher und stimmlicher Stärke, sondern auch mit meist guter Intonation, Dynamik und feinen Nuancen.

Neben einem afrikanisch amerikanischen Spiritual „I’ve been buked“ waren es zeitgenössische Lieder von John Rutter, Bob Chilcott, Knut Nystedt und Tore W. Aas, die Gefallen fanden. Aber auch romantische Stücke von Max Reger und Josef Rheinberger zogen das Publikum in ihren Bann. Nahezu alle Plätze waren an diesem Abend besetzt. Und die frohe Erwartung der Zuhörer registrierend, zog das Ensemble alle Register. Auch die Soli von Martina Küppers-Quadvlieg und Friedhelm Begaß zeigten, wie viel Potenzial in dem Chor steckt.

Die zum Teil pfiffigen und peppigen Lieder, die von Liebe, Hoffnung, Begeisterung, und ähnlich positiven Grundstimmungen, wie der Glaube sie vermittelt, erzählten, erinnerten daran, dass es nur eine Welt gibt, in der alle Menschen miteinander glücklich und mit Respekt leben sollten.

Ob a-cappella gesungen oder mit der einfühlsamen und dezenten Pianobegleitung des Chorleiters, die Zuhörer lauschten andächtig den gesungenen Gebeten und Lobpreisungen. Unter die Haut ging der „Praising Song“ , den Marvin Curtis als erster schwarzer Komponist 1993 zur Amtseinführung von Präsident Clinton komponierte. Dieses Lied hat in der schwarzen Kirchenmusik den gleichen Rang wie bei uns „Großer Gott, wir loben dich“. Zu einem Ohrwurm gestaltete sich das „Prayer for the City“ - das „Gebet für die Stadt“.

Zwischen den einzelnen Blöcken sangen Publikum und Chor gemeinsam verschiedene zwei- bis vierstimmige Kanons. Vom Leben singen auch noch im Sterben handelt das Lied „Die Zeit färben“, das Martina Küpper-Quadvlieg klangchön im Wechsel mit dem Chor intonierte.

Der nachdenklich, aber auch Mut machende Text von Sozialarbeiter und Pfarrer Eugen Eckert wurde von Peter Reulein, deutscher Komponist und katholischer Kirchenmusiker, vertont. Die Leistungen aller Sängerinnen und Sänger und das Dirigat ihres Chorleiters Franz Körfer hinterließen ein faszinierendes Klangerlebnis. Dank und Anerkennung zollten die Zuhörer durch lang anhaltenden Beifall. Dafür bedankte sich der Chor mit Leonard Cohens „Halleluja“ und dem „Down by the River Side“ mit Friedhelm Begaß als Vorsänger.

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