Stolberg - Kinder beeindrucken mit toller Show im großen Zirkuszelt

Kinder beeindrucken mit toller Show im großen Zirkuszelt

Von: Leona Otte
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Großartige Leistung: Auch Feuerschlucker hatten im Zelt ihren großen Auftritt. Foto: L. Otte

Stolberg. Selten gibt es für Kinder etwas so Lustiges, Spannendes und Faszinierendes zu erleben, wie für ein paar Stunden in eine Welt einzutauchen, in der alles Kopf steht. Eine solche Welt ist der Zirkus, der schon seit jeher Kinderaugen ganz, ganz groß werden lässt.

Die Familie Ortmann hat sich darauf spezialisiert, Kinder nicht nur staunen zu lassen, sondern sie zu involvieren, indem sie selbst eine Zirkusvorstellung machen dürfen. Und so gingen Träume jüngst auch in Mausbach in Erfüllung.

Ein Lehrer hat die Familie damals angesprochen und gefragt, ob es möglich sei, ein, zwei Kinder seiner vom Zirkus begeisterten Klasse mit in die Vorstellung einzubeziehen. Von da an gab es dann so viele Schulen, dass die Familie gar keine Gelegenheit mehr hatte, einen normalen Zirkus zu machen.

„Es ist bei jeder Vorstellung ein Gänsehaut-Feeling pur, weil Kinder mit so unterschiedlichen Charakteren aufeinander treffen und allein durch ihren Zusammenhalt all die vielen Nummern hinbekommen”, sagt Ursula Ortmann, die Chefin des Zirkus.

„Großer Aufwand

Am Samstag staunten die Besucher nicht schlecht, als sie auf das Schulgelände der Realschule traten und sich ein richtiges Zirkuszelt vor ihnen erstreckte: „Ich bin erstaunt über den großen Aufwand, der hier betrieben wurde, eigentlich hatte ich mir das viel kleiner und unprofessioneller vorgestellt”, sagt Zuschauerin Astrid Prinz.

Und diese Erwartung hatten viele, die schnell eines besseren belehrt wurden, denn das was folgte war Wahnsinn: Angefangen mit dem Einmarsch der 94 jungen Artisten bis hin zu jeder einzelnen Nummer war diese gesamte Vorstellung außergewöhnlich. Auch Ferdi Gatzweiler zeigte sich begeistert von dem Bild, das sich ihm präsentierte, und musste gleich die Zuschauer vertrösten, dass er selbst leider nicht am Trapez rumklettern würde.

Clown-Sketche, Akrobatinnen, orientalische Einflüsse, Jongleure, Ponys, Tauben, Seiltänzerinnen, Trapeznummern - all das war zu sehen und die Kinder zeigten eine Leistung, die kaum zu unterscheiden war von einem normalen Zirkus.

Die Neunjährige Lea Maria Wiesner, eine Seiltänzerin erklärte: „Ich war zwar ganz schön aufgeregt, aber mir hat es gut gefallen, weil es Spaß gemacht hat, eine Nummer mit anderen Kindern zu machen.” Das Zelt war voll, rund 550 Eltern und Kinder verfolgten zum Bespiel einen Sketch, in dem eine Horde Clowns dem Zirkusdirektor mit lauter Musik auf der Nase herum tanzte. Ein lustiges Hin-und-Her-Spiel, bei dem sich die Besucher vor Lachen den Bauch halten mussten.

Dieses Projekt der offenen Jugendarbeit war bislang einmalig. Im Vorfeld musste viel Logistisches getan werden, denn eine Woche lang zählte die Zusammenarbeit zwischen den Kindern und den Profis ganz besonders.

Doch es hat sich gelohnt: „Alle waren hin und weg, so eine große und positive Resonanz haben wir wirklich nicht erwartet”, sagt Josef Offergeld vom Jugendamt Stolberg.
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