Stolberg - Keine weiteren Einschnitte bei den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek

Keine weiteren Einschnitte bei den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek

Von: gro
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Stolberg. Den eigenen Bedenken zum Trotz hat die Verwaltung ein neues Konzept zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei erarbeitet. Damit kommt sie einer Forderung von CDU- und SPD-Fraktion nach, die Ende vergangenen Jahres Modifikationen angemahnt hatten – in erster Linie, um berufstätigen Menschen einen besseren zeitlichen Zugang zu der Einrichtung zu ermöglichen.

Wichtigste Änderung ist eine Ausweitung der Öffnung am Dienstagabend um eine Stunde bis 19 Uhr. Im Gegenzug soll die Stadtbücherei ab dem 1. April erst ab 14.30 Uhr und somit eine Stunde später genutzt werden können. Das gilt im Übrigen nicht nur für dienstags, sondern gleichfalls für Montag, Donnerstag und Freitag. An den beiden letztgenannten Tagen läuft der öffentliche Betriebe außerdem und somit unverändert zwischen 10 und 12.30 Uhr. Der bislang angeboten erste Samstag im Monat wird hingegen zukünftig entfallen.

„Mit den neuen Öffnungszeiten wird eine Gesamtzeit von wöchentlich 20 Stunden erreicht, was zum Erhalt der Förderfähigkeit mindestens erforderlich ist“, betont Andreas Pickhardt. Und das, so der zuständige Fachbereichsleiter, trotz der durch den Stärkungspakt Stadtfinanzen bedingte Reduzierung des Personalbestandes von vier auf nunmehr 3,5 Stellen. Die mit einer Pensionierung einhergehende Kürzung kann nur zum Teil durch 450-Euro-Kräfte kompensiert werden.

Bei der Wahl des Dienstags als langem Öffnungstag verweist Pickhardt auf „eigene statistische Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sowie die Erfahrungen anderer Stadtbüchereien in der Region“. Inwiefern sich die von Beate Klaas eingebrachten Bedenken bestätigen könnten, bleibt abzuwarten. Die Leiterin der Stadtbücherei hatte in der letzten Sitzung des Kulturausschuss darauf verwiesen, dass bereits einmal eine abendliche Öffnung in Stolberg angeboten worden, die Resonanz aber ausgeblieben sei.

Mehr Resonanz erhofft sich Klaas zweifellos von der Beteiligung am E-Book-Projekt „Onleihe“. Eine Kooperation von Büchereien in der Region Aachen-Düren-Heinsberg soll es ermöglichen, den Nutzern ein deutlich größeres Angebot an elektronischen Medien als bislang zu unterbreiten. Das Projekt steht unter der Federführung der Bibliothek der Stadt Aachen, die mittlerweile auch den Förderantrag beim Land Nordrhein-Westfalen gestellt hat. Eine Stolberger Beteiligung ist aber noch möglich – vorausgesetzt, der Kulturausschuss stimmt am kommenden Dienstag (ab 18 Uhr, Ratssaal) der Eigenbeteiligung von insgesamt rund 4830 Euro für die Pilotphase in den Jahren 2013 und 2014 zu.

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