Stolberg - Keine Tränen beim Abschied auf Raten

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Keine Tränen beim Abschied auf Raten

Von: Jan Schlegelmilch
Letzte Aktualisierung:
Sagt langsam Tschüss: Toni St
Sagt langsam Tschüss: Toni Sturz bleibt noch zwei Jahre Stadtbrandinspektor. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg. Nein, Abschiedstränen flossen an Toni Sturz letztem Arbeitstag nicht. Ein bisschen mulmig mag dem Leiter der Feuerwache in Stolberg schon zu Mute gewesen sein, schließlich wird er jetzt nicht mehr jeden Tag seine Uniform anziehen, am Schreibtisch in seinem Büro sitzen und die Kameraden zum Schichtbeginn grüßen.

Toni Sturz verabschiedet sich nach 21 Jahren als Leiter der Feuerwache in Stolberg - der Feuerwehr bleibt er dennoch weiter erhalten.

Toni Sturz hat sich für einen Abschied auf Raten entschieden, das Amt des Stadtbrandinspektors und somit die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr führt er weiter - noch für zwei Jahre - aus. Seine Pensionierung fällt ihm somit nicht ganz so schwer. „Ich bin nicht ganz weg”, sagt Sturz und grinst. Sein Büro werde er als Stadtbrandinspektor auch weiterhin behalten, und ab und zu kann er dann auch wieder seine Uniform anziehen und die Kollegen zum Schichtbeginn grüßen. „Gott sei Dank”, meint Sturz, der sich zwar nicht gegen seinen Ruhestand sträubt, aber zugibt: „Ich bin auch nicht froh darüber.” Man glaubt es ihm gerne.

Toni Sturz war nicht nur einfach Wachleiter, er war der Mann, der der Feuerwehr in Stolberg über zwei Jahrzehnte ein Gesicht gab und sie geprägt hat. Und die Feuerwehr hat ihn geprägt. Schon 1978 kam Sturz zur Feuerwehr, er habe damals nur gewusst, dass die Autos rot und die Lichter blau waren, erzählt Sturz und lacht.

Sturz, der im österreichischen Haag geboren wurde, hatte zuvor eine Lehre zum Radio- und Fernsehtechniker gemacht. „Ich wollte als Kind eigentlich nie zur Feuerwehr”, sagt er. Jetzt würde er gerne noch etwas länger bleiben. Am 8. Mai werden Toni Sturz und sein Kollege Helmut Brück, der ebenfalls in den Ruhestand geht, offiziell verabschiedet.

„Haben viel geleistet”

Toni Sturz verlässt die Stolberger Wache dann mit einem guten Gefühl und positiven Erinnerungen. „Wir haben hier viel geleistet in der Zeit”, meint Sturz und denkt dabei an Umstrukturierungen wie die Einführungen des 48-Stunden-Dienstes oder den ständigen und oft erfolgreichen Kampf um die nötigen Haushaltmittel.

Und da mit Karl Wenn sein ehemaliger Stellvertreter als Nachfolger bereit steht, kann sich Sturz in Zukunft auch unbesorgt anderen Dingen widmen. Aber eben auch noch ein bisschen der Feuerwehr. Im Januar 2014 wird Sturz auch das Amt des Stadtbrandinspektors niederlegen, so lange wird auch Karl Wenn Leiter der Feuerwache bleiben. Das hat einen einfachen Grund: Der neue Mann soll dann wieder Wachleiter und Stadtbrandinspektor in einer Person sein - so wie es Toni Sturz über 20 Jahre war.

Abschiedstränen sollen aber auch in zwei Jahren nicht fließen, wenn Toni Sturz dieses Amt offiziell abgibt. Denn ganz ohne die Feuerwehr, das kann sich Sturz nun wirklich nicht vorstellen: „Ich werde der Feuerwehr immer verbunden bleiben.”
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