Keine Kurzarbeit mehr bei Aurubis

Von: gro
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Der am Mittwoch vorgestellte Quartalsbericht für die Monate Mai bis Juli ist von der Gegenwart bereits überholt worden. Denn mittlerweile ist auch in Stolberg als letztem Standort der Aurubis AG die Kurzarbeit eingestellt worden.

Die knapp 400 Mitarbeiter an der Zweifaller Straße stehen aber dennoch weiter etwas im Schatten, konnten sie doch nur eingeschränkt zu dem einmal mehr glänzenden Gesamtkonzernergebnis beitragen.

„Der positive Trend hat sich fortgesetzt. Die Profitabilität hat aber noch kein ausreichendes Niveau erreicht”, fasst Holger Artelt die aktuelle Situation zusammen. Die weltweite Wirtschaftskrise habe nicht nur für einen zwischenzeitlich starken Auftragsrückgang gesorgt.

„Es hat zudem einen starken Preiswettbewerb gegeben, der sich deutlich auf das Ergebnis niederschlägt”, sagt der Geschäftsführer von Aurubis Stolberg. Als „ausreichend und stabil” bezeichnet er die Auftragslage des Stolberger Werkes, in dem Band- und Drahtprodukte aus Kupfer und Kupferlegierungen hergestellt werden.

Weil er aber zugleich keine wesentlich höheren Beträge durch steigende Preise erwartet werden, setzt Artelt auf „höhere Qualität”. Denn noch, das lässt sich aus den Ausführungen des Geschäftsführers ableiten, auch wenn keine Zahlen für einzelne Standorte preisgegeben werden, bewegt sich Stolberg mit seinem Ergebnis im roten Bereich.

Am Personal dürfte es nicht liegen. Immer wieder hat die Geschäftsführung in den vergangenen zwei Jahren die hohe fachliche Kompetenz der Mitarbeiter gewürdigt und nach eigenen Aussagen alles nur Mögliche unternommen, um die qualifizierte Belegschaft zu halten.

Die zählt derzeit noch knapp 400 Kollegen, ein Personalabbau wurde laut Holger Artelt durch das Auslaufen befristeter Verträge, Altersteilzeitregelungen und das Ausscheiden von Leiharbeitnehmern erreicht.

Produktivitätssteigerungen will Aurubis Stolberg auch durch Investitionen erzielen. Eine neue Schere und eine Mehrfachzugmaschine sind die neuesten Anschaffungen, weitere sind geplant, werden aber vom Geschäftsführer nicht benannt.

„Ich möchte die Konkurrenz nicht auf diesem Wege informieren, was wir machen und vorhaben”, bittet er um Verständnis und liefert zugleich einen weiteren Hinweis, dass die Branche hart umkämpft ist. Zurückhaltung bleibt generell oberstes Gebot. Holger Artelt formuliert es so: „Wir haben uns erholt. Aber wir sind noch lange nicht da, wo wir vor der Krise gewesen sind.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert