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Keine Förderung durch „Soziale Stadt”: Hermannschule will Mittel einwerben

Von: gro
Letzte Aktualisierung:
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Aus Gründen der Verkehrssicherheit wird die desolate Schulhofmauer durch einen Zaun ersetzt und bei dieser Gelegenheit auch der Zaun hinter das Wäldchen an die Birkengangstraße versetzt, so dass der Schulhof größer wird, erklärte die SPD im Rat, aber: „Geld für eine Möblierung ist nicht vorhanden”. Foto: Heike Eisenmenger

Stolberg-Mühle. Der großen Verärgerung folgte das „reinigende Gewitter”. Nach dem Beschluss der Koalition, die eigentlich geplante Neugestaltung des Schulhofes an der Hermannstraße mittelfristig auf die Umsetzung sicherheitsrelevanter Maßnahmen zu reduzieren, ist heftig diskutiert und hinter den Kulissen viel geredet worden.

Mittlerweile kann Renate Krickel von „konstruktiven Gesprächen” berichten, die sie mit Vertretern der Politik und allen voran mit dem schulpolitischen Sprecher der SPD, Patrick Haas, geführt habe. Das war längst nicht immer so, schließlich fühlte sich die Schulleiterin lange Zeit nicht nur unverstanden, sondern schlichtweg ignoriert in ihren Bemühungen, den desolaten Zustand des Außengeländes an der Grundschule zu verbessern.

Wenn auch die atmosphärischen Störungen somit halbwegs behoben zu sein scheinen, hat sich in der Sache wenig getan. Renate Krickel ist deshalb zu einer Erkenntnis gekommen: „Wir werden uns wohl selber um Mittel bemühen müssen.” Das allerdings ist leichter gesagt als getan in einer Schule, die sich in einem ausgesprochen schwierigen sozialen Umfeld befindet und deshalb auch unter finanziellen Gesichtspunkten nur über begrenzte Möglichkeiten zur Selbsthilfe verfügt. Was sich über die aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht von der Stadt zugesagten Sanierung bzw. Erneuerung der Schulhofmauern hinaus tun könnte, ist momentan schwer abzuschätzen.

Klar ist hingegen schon jetzt, dass die Möglichkeiten, die sich über die Förderprojekte „Soziale Stadt” und „Stärken vor Ort” ergeben könnten, sehr begrenzt sein werden. In Absprache mit Renate Krickel prüft der Soziologe und Stadtteilmanager Dr. Wolfgang Joußen derzeit Optionen für die Neugestaltung des Schulgeländes. Dabei entzieht er aber allzu großen Hoffnungen frühzeitig den Nährboden.

„Mehr als flankierende Maßnahmen werden kaum machbar sein”, betont Joußen, der darauf verweist, dass das Projekt „Stärken vor Ort” bauliche Maßnahmen grundsätzlich nicht zulasse. Und auch die „Soziale Stadt” könne sich nur sehr begrenzt in Sachen Schulhof einbringen. Kein konkretes Ergebnis hat sich bislang zudem aus den Versuchen ergeben, eine Kooperation auf Projektbasis zwischen Hermannschule und Kogelshäuserschule zu besiegeln.

Es bleibt also wenig Positives für den Augenblick festzuhalten. Denoch behält Renate Krickel ihre Zuversicht. „All diejenigen, mit denen ich gesprochen habe, sind um Schadensbegrenzung bemüht.” Das neue Ziel scheint damit definiert zu sein.
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