Kein Zweifel: Singen macht glücklich!

Von: mlo
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Einen musikalischen Leckerbissen gab es mit dem Laudate Dominum aus „Vesperae solennes de Confessore“ von Mozart mit Sopranistin (links im Bild) Dr. Verena Fritz sowie dem Kirchenchor St. Barabara, dem Kleinen Chor und dem Orchester der Musikalischen Gesellschaft. Foto: M.-L. Otten

Stolberg-Breinig. Seit vielen Jahren lädt der Kirchenchor St. Barbara gemeinsam mit dem Orchester der Musikalischen Gesellschaft Breinig zu einem adventlichen Konzert in der Pfarrkirche ein. Auch 2013 saßen die Zuhörer wieder dicht gedrängt, um die glanzvollen Klänge vom Barock bis zur Gegenwart aufzunehmen.

Als Gäste wirkte der Kleine Chor Breinig-Schevenhütte mit sowie Dr. Verena Fritz (Sopran), Jens Beissel (Violine) und Jo Schulte (Orgel).

Begonnen wurde der stimmungsvolle Nachmittag mit dem „Machet die Tore weit“ des frühbarocken Komponisten Andreas Hammerschmidt. Unterstützt von Orgel und Violoncello stellte der Kirchenchor gleich seine Klangfülle unter Beweis und überzeugte mit einem eindrucksvollen Vortrag. Bei „Komm, du Heiland der Welt“ von Melchior Vulpius ließ Sopranistin Dr. Verena Fritz aufhorchen, die mit klarer und sicherer Stimme im Wechsel mit dem Chor die bereits im vierten Jahrhundert entstandenen Textstrophen vortrug.

Die Musikalische Gesellschaft Breinig mit Dieter Beißel stellte sich mit der dreisätzigen „Sinfonie Nr. 3 in C-Dur“ des englischen Barockkomponisten William Boyce vor, der erst im 20. Jahrhundert eine Wiederbelebung seiner Instrumentalmusik erfuhr. Die Instrumentalisten spielten mit einem hohen Maß an Frische, Lebendigkeit und virtuosem Schwung. Die berühmte Pastorale aus dem Concerto grosso (auch Weihnachtskonzert genannt) von Arcangelo Corelli verkörperte durch ihren wiegenden Rhythmus die Stimmung der Hirten in der Weihnachtsnacht.

Aus den „ Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi spielte Jens Beißel das Largo aus dem „Winter“. Zu den Pizzicatoklängen der Streicher vermochte er mit bester Technik und fein durchdachter Artikulation das Publikum zu überzeugen. A-cappella-gesungene Marienlieder bestimmten zunächst den Auftritt des Kleinen Chores Breinig-Schevenhütte, ebenfalls unter der Leitung von Franz Körfer. Der Gruß an die Gottesmutter hat über Jahrhunderte hinweg viele Komponisten inspiriert, so auch Johannes Brahms, Max Reger und Henri Carol, deren Fassungen bestechend schön und in perfekt fein abgestimmter Dynamik gesungen wurden. In einem zweiten Auftritt ertönten nordische Chorsätze der Gegenwart. Die Sängerinnen und Sänger sangen in Originalsprache und waren bemüht, den Charakter der Stücke zu treffen. Im Verbund mit dem Kirchenchor, dem Orchester der Musikalischen Gesellschaft, der Orgel und der Solistin Verena Fritz folgte das „Laudate Dominum“, eine fantasievolle Kirchenkomposition von Wolfgang Amadeus Mozart. Der einzigartige, von religiöser Schönheit geprägte Satz ist ein Lobgesang, mit der die Gnade, das Erbarmen und die Wahrheit Gottes gepriesen wird. Hier punktete die Sopranistin mit einer makellosen Darbietung und erhielt spontanen Applaus vom Publikum.

Mit Pauken und Trompeten wurde die „Kleine Festmesse“ von Ernst Tittel eingeläutet. Unter der sicheren und sensiblen Leitung von Franz Körfer bestätigten alle Mitwirkende, dass „Singen glücklich macht“, wie es Pfarrer Ulrich Lühring in seiner kurzen Ansprache zu Beginn formuliert hatte. Als Zugabe wurde gemeinsam mit den Konzertbesuchern „Tochter Zion“ angestimmt. Somit wurde in Breinig deutlich, dass Musik nicht nur im Augenblick gefällt, sondern etwas bewegen kann und nachwirkt.

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