Stolberg-Münsterbusch - Katholische Arbeitnehmerbewegung feiert 100-jähriges Bestehen

Katholische Arbeitnehmerbewegung feiert 100-jähriges Bestehen

Von: Toni Dörflinger
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Ein Prosit der langjährigen Tradition: Ralf Linnartz, Bernd Stickeler, Elke Nießen, Matthias Müllejans, Johann Nacken, Hans-Rolf Funken und Roswitha Nacken (v.l.). freuen sich über das 100-jährige Bestehen der Münsterbuscher KAB. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Münsterbusch. Was brennt derzeit gesellschaftlich auf den Nägeln? Wo gibt es soziale Ungerechtigkeiten? Welche Lösungsmöglichkeiten bieten sich an? Diese Fragen beschäftigten jetzt die Mitglieder und Freunde von Münsterbuschs Katholischer Arbeitnehmer Bewegung (KAB), die sich am Wochenende in der Herz-Jesu-Kirche und im Pfarrheim versammelt hatten, um dort das 100-jährige Bestehen der örtlichen Gruppierung gebührend zu feiern.

Aufgegriffen wurde diese Fragen unter anderem von Diözesanpräses Ralf Linnartz, der, unterstützt vom Kirchenchor St. Cäcilia, die Gestaltung des Gottesdienstes übernommen hatte. Um die Thematiken zu veranschaulichen, hatte der Pfarrer vor dem Altar einen Setzkasten aufgebaut, dessen vier Fächer er nach und nach mit den Symbolen Kreuz, Hammer, Waage und Brot füllte. So setzte Linnartz das Kreuz ein, um zu verdeutlichen, dass die Arbeit der KAB vom Christentum und der Verbindung mit Gott und der katholischen Kirche geprägt ist.

Den Hammer wertete der Geistliche als Symbol für die Tradition und der Auseinandersetzung mit der sozialen Frage. Die Waage soll laut Linnartz den Einsatz der KAB für soziale Gerechtigkeit und den Kampf gegen Vereinsamung und Ausgrenzung symbolisieren. Ein in Stücke gebrochenes Fladenbrot wertete der Priester als Zeichen für eine gelebte Gemeinschaft und der Mitwirkung für eine gerechte Welt. Das Bestücken des Setzkastens und die damit verbundenen Gespräche und Betrachtungen nutzte Linnartz anstelle einer Predigt.

In Erinnerung an den 2002 verstorbenen Pfarrer Hugo Werr hatte der Diözesanpräses für die Handlungen des Messritus einen einst Werr gehörenden Kelch verwendet. Anschließend zog man in das benachbarte Pfarrheim, um dort die Jubiläumsfeierlichkeiten fortzusetzen. Im Mittelpunkt standen dabei Reden, Grußbotschaften und ein Imbiss. Eröffnet wurde der Reigen vom Vorsitzenden der örtlichen KAB, Matthias Müllejans, der sich mit der Geschichte des Münsterbuscher Traditionsvereines befasste. Dabei erinnerte Müllejans an das von der KAB initiierte Siedlungsprojekt, das in der unmittelbaren Nachkriegszeit den Bau von Häusern im Bereich von Bach- und Lindenstraße hervorbrachte. Des weiteren widmete sich Müllejans der 1991 erfolgten Neugründung. Als das Bemühen um die „Abfederung von sozialen Härten“ und als wichtigen Beitrag für das Münsterbuscher Vereinsleben bezeichnete Bürgermeister Ferdi Gatzweiler die langjährige Tätigkeit der KAB und würdigte die in 100 Jahren demonstrierte Einsatzbereitschaft.

Den Kampf gegen Zeitarbeit und den damit verbundenen Folgen stellte Ortspfarrer Hans-Rolf Funken in den Blickwinkel seiner Grußbotschaft. „Zeitarbeit steht einer vernünftigen Lebensplanung entgegen. Die betroffenen Menschen müssen gerecht entlohnt werden. Nur so ist eine längerfristiges Konzept möglich“, versicherte Funken. Diesen Worten schlossen sich auch die Delegationen der Ortsvereine und der KAB Gruppen aus Donnerberg, Liester, Alsdorf, Kohlscheid, Kämpchen und Baesweiler-Beggendorf an, die überwiegend Geldpräsente überreichten und die Funken-Botschaft mit eigenen Worten vertieften. Den Abschluss der Feier bildete ein zwangloser und Gedankenaustausch.

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