Kampf gegen Hügel und Löcher im Stadion Glashütter Weiher

Von: Jürgen Lange
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Eine schöne Anlage in schlech
Eine schöne Anlage in schlechtem Zustand: Zumindest der Rasenplatz des Stadions Glashütter Weiher soll saniert Foto: J. Lange

Stolberg-Münsterbusch. Während die Stadtmeisterschaft im Fußball derzeit beim Büsbacher Jubiläumsclub am Kranensterz ausgetragen wird, ist das Rasenspielfeld des Stadions Glashütter Weiher in einem unbespielbaren Zustand.

Das Sportamt hat es vorsorglich für den Spiel- und Trainingsbetrieb gesperrt: „Es besteht akute Verletzungsgefahr für die Nutzer”, erklärt Bernd Kistermann zu „Überhöhungen und Setzungen” in der Spielfläche.

Der Fachbereichsleiter hofft, dass sich das Bild des Stadions in absehbarer Zeit wieder ändert. In der kommenden Woche soll der Vergabeausschuss grundlegende Arbeiten zur Sanierung des Rasens und der Beregnungsanlage beauftragen. Rund 40.000 Euro sollen aus der Sportpauschale in die Renovierung fließen.

Sie ist dringend erforderlich, wie Sportler mittlerweile nicht nur am eigenen Leibe erfahren haben, sondern wie auch die Verwaltung datailliert dem Ausschuss vor Augen führt: „Im Bereich der Drainagegräben sind großflächige Setzungen vorhanden, die Hauptspielzonen sind ausgespielt und durch den nicht fachgerechten Einbau von Rollrasen sind die Torräume überhöht”.

Ohnehin sei die Rasentragschicht stark verdichtet und teilweise undurchlässig, was zu stehendem Wasser führt. Die Ursache dafür liege einerseits im intensiven Spiel- und Trainigsbetrieb, andererseits aber auch in „verzögerten und nicht durchgeführten Renovierungsarbeiten”. Unzureichend gedüngt und bewässert wurde der Rasen außerdem, konstatiert die Verwaltung: Seine Deckgräser sind nicht ordentlich eingewurzelt und somit nicht ausreichend scherfest. Außerdem sind großflächige Lücken entstanden, in denen sich Wildkräuter erheblich breit machen.

Bei Spielbetrieb zu Verletzungen führen können die Köpfe der Beregnungsanlage: „Sie stehen aufgrund von Hebungen im Rasen und Senkungen im Rohrsystem gefährlich unter dem Niveau der Rasendecke. Außerdem könne die Beregnungsanlage deshalb nicht mehr ordnungsgemäß arbeiten, weil die Regner zu tief im Boden stehen. Das Wasser laufe dorthin zurück und verschmutze und beschädige die Getriebe nachhaltig. Allerdings stellt sich dieses Problem derzeit nicht, denn die Anlage ist nicht betriebsbereit, weil die Zuleitung undicht ist.

Bei der mittlerweile ausgeschriebenen Renovierung soll der Rasenplatz so überarbeitet werden, dass ein reguläres Niveau wiederhergestellt wird. Hügel sollen abgetragen, löcher aufgefüllt werden. Die Spielfläche soll mit Spezialmaschinen tiefengelockert und gelocht werden, was zur Verbesserung der Drainage, der Belüftung und dadurch zu einem verbesserten Wurzelwachstum und einer Elastizität des Rasens führen soll. Lavasand soll eingebaut werden, um die Speicherfähigkeit des Rasens wesentlich zu verbessern. Lücken in seiner Decke sollen neu eingesät werden, die ganze Fläche mit Depotdünger neue Wachstumsnahrung erhalten.

Außerdem sollen die Köpfe der Beregnungsanlage so erneuert werden, dass ihre Höhe durch Gelenkstücke nachreguliert werden können. Das Leck in der Zuleitung soll repariert werden.

Mit der Sanierung des Rasenplatzes im Stadion wird für den Vorsitzenden des Stadtsportbundes ein kleiner Traum wahr. Denn Bert Kloubert schwebt es vor, dass zukünftig die Fußball-Stadtmeisterschaft von wechselnden Ausrichtern regelmäßig in der Kulisse des Stadions ausgetragen wird. „Die können dann die Infrastruktur für Rahmenprogramm und Bewirtung nutzen, aber erste Voraussetzung ist natürlich, dass das Spielfeld überhaupt ordentlich bespielt werden kann”, unterstreicht Sportlersprecher Bert Kloubert.
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