„Kaluza & Co.”: Großes Programm von akustischem Duo

Von: Dirk Müller
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Toto Kaluza (rechts) und Geoff
Toto Kaluza (rechts) und Geoff Blondell hinterlassen als „Kaluza& Co.” eine eindrucksvolle Visitenkarte im „Piano”. Foto: Dirk Müller

Stolberg. Dass auf Mallorca nicht nur „Ballermann-Hits” lauthals skandiert werden, sondern dort auch gute, handgemachte Musik zu hören ist, haben „Kaluza & Co.” am Wochenende virtuos in der Altstadt bewiesen. Toto Kaluza und Geoff Blondell verbringen einen Großteil des Jahres musizierend auf der beliebten Urlaubsinsel, „überwintern” aber musikalisch in der Bundesrepublik.

Mit eindrucksvollen Kostproben seines enorm breit gefächerten Repertoires erfreute das Duo die Gäste in der Musikkneipe „Piano” an einem langen akustischen Abend. Kaluza und Blondell - beide an akustischen Gitarren - sangen wechselnd und auch zweistimmig und präsentierten stimmlich wie instrumental gekonnt ein abwechslungsreiches Programm.

Unvergessliche Klassiker wie „A Horse with no Name” der Band „America”, Otis Reddings „(Sittin on) the Dock oft he Bay” oder Simon and Garfunkels „Cecillia” wurden vom Publikum dankbar angenommen. Für viele Gäste war es wohltuend, „Sweet Caroline” mitten in der Karnevalssession dennoch jenseits des „Gassenhauer-Genres” und stattdessen angelehnt an Neil Diamonds Originalversion hören zu können. Leidenschaftlich und gefühlvoll unterhielten „Kaluza & Co.” mit Evergreens wie „Stand by me” von Ben E. King, Bob Dylans „Knocking on Heavens Door” und „Bobby McGee”, dem einst Janis Joplin zu Weltruhm verhalf.

Immer wieder streute das Duo auch modernere Titel ein, intonierte unter anderem „With or without you” von U2, „Chasing Cars” der Band Snow Patrol oder „This is the Life” von Amy Macdonald, wobei Blondell mit seinem Fingerpicking beeindruckte und Kaluza häufig zu Mundharmonika, Kazoo und diversen Percussions griff. Ausflüge in die Countrymusik wie mit „Lay down Sally” und „Ring of Fire” oder „I got Stripes” von Johnny Cash kamen beim Publikum ebenso gut an wie Stücke zum Mitsingen.

Zum Beispiel „Hot Love” von T-Rex, bei dem viele der Gäste bereitwillig zum Refrain die Stimme erhoben. Die witzig, lockere Ansprache des Publikums seitens „Kaluza & Co.” und die vielseitige Mischung ihres Repertoires garantierten einen stimmungsvollen Abend mit guter Laune im „Piano”. Auf seiner klangvollen Reise durch die Jahrzehnte und Musikstile machte das Duo auch beim Folk halt. Der amerikanische Song „Bad, bad Leroy Brown” von Jim Croce und irische Weisen wie „Black Velvet Band”, „Whiskey in the Jar” und „The wild Rover” begeisterten in den Versionen von „Kaluza & Co.” das Publikum.

Und bei der Zugabe zu später Stunde kam dann auch Gänsehaut im „Piano” auf: Kaluza und Blondell legten die Gitarren beiseite und sangen a cappella das schottische Lied „Wild Mountain Thyme”.
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