Breinig - Kai Michalke, der „richtige Mann” für den SV Breinig

Kai Michalke, der „richtige Mann” für den SV Breinig

Von: Klaus Schmidt
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Einer von Alemannias Uefa-Cup-Helden: Kai Michalke, nun Trainer des SV Breinig.

Breinig. Manche Liaison erscheint zunächst unvorstellbar. Das war zum Beispiel so, bevor einst Erik Meijer tatsächlich zu Alemannia Aachen wechselte. Zur Jahreswende überraschte, ein paar Klassen tiefer, der Fußball-A-Ligist Concordia Oidtweiler, der Alemannias langjährigen Stammkeeper Stephan Straub als Trainer verpflichtete.

Nun hat der SV Breinig „nachgezogen” und sich ebenfalls die Dienste eines ehemaligen Aachener Profis gesichert, für den sie am Tivoli keine Verwendung hatten. „Wenn solch ein Potenzial da ist, darf man es nicht brachliegen lassen”, sagt Dieter Jollet, 1. Vorsitzender des Landesliga-Spitzenreiters, und ist guter Dinge, in Kai Michalke „den richtigen Mann gefunden zu haben” für die Nachfolge des beurlaubten Mirko Braun.

Nach der Trennung war die Schar möglicher Erben nicht eben klein, Jollet hatte auch „mehrere Pfeile im Köcher”. Warum Breinig ausgerechnet an Michalke ran ging? „Wir hatten schon seit einem Jahr durch seine Fußballschule Kontakt - und er war auf dem Markt.” Da habe man halt versucht, „Fleisch an den Knochen zu bekommen. Über Kais Erfahrung und Fußball-Sachverstand braucht man nicht zu diskutieren.” Nach ein paar Tagen Bedenkzeit sagte der gebürtige Bochumer zu, die Zusammenarbeit ist zunächst bis zum Ende der nächsten Saison verabredet.

Bei der Stadtmeisterschaft am Wochenende wird die Mannschaft noch von Gerd Schnitzler betreut, dann bleiben Kai Michalke vier Wochen Zeit zur Vorbereitung auf die Liga. Natürlich sei der Trainerwechsel mit einer Umstellung verbunden, sagt Dieter Jollet, ist sich aber sicher, dass der neue, prominente Mann die richtige Ansprache finden wird. Und: „Bei uns darf jeder Trainer aufsteigen. Es gäbe doch gerade zum 100-jährigen Vereinsbestehen nichts Schöneres. Aber Kai wird auch nicht entlassen, wenn wir es nicht schaffen.”

Michalke freut sich „von Tag zu Tag mehr” auf seine neue Aufgabe. Vor einem Jahr, als er sich noch bei Alemannias U23 fitgehalten hatte, da wäre er gerne eingestiegen in einer Funktion im Unterbau, dem damaligen Sportdirektor Andreas Bornemann lag sogar ein Konzept vor. Nun sammelt Michalke „Erfahrungen, die nicht schaden”, bei einem „richtig gut geführten Amateurverein”. „Wann hat man schon mal das Glück - egal, in welcher Liga -, eine Mannschaft zu übernehmen, die so gut dasteht? In der Hierarchie gibt es nicht viel zu ändern, sonst wäre der SV nicht so erfolgreich.”

Die Zeit bis zum Wiederbeginn der Punkterunde will Kai Michalke nutzen, um a) „sich kennenzulernen” und b) „an Dingen zu feilen, wie ich mir Fußball vorstelle”, er orientiere sich nicht gerne am Gegner, bevorzuge „wie schon als Spieler das Agieren”. Er sei ein „total unbeschriebenes Blatt”, die Liga kennt er nicht wirklich, aber der SV Breinig hat jede Hilfestellung zugesichert. „Ich bin keiner, der meint, da kommt der ehemalige Bundesligaspieler, der alles weiß. Ich muss mich da reinarbeiten.”

2009 war ein Jahr, in dem Michalke „Dinge angeschoben” hat, wie mit seiner Fußballschule. „2010 soll es vorangehen - und mit Breinig passt einfach alles.” Der B-Schein-Inhaber wird den A-Schein machen, er hat ein Fernstudium Fußball-Management begonnen. Für den SV und Dieter Jollet war Kai Michalke die erste Wahl. „Und ich hoffe, dass die Arbeit für beide Seiten zufriedenstellend sein wird.”
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